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Gruppenausstellung: HERBERT BRANDL / RUDI MOLACEK (vorbei)

4 Juli 2003 bis 3 August 2003
  HERBERT BRANDL / RUDI MOLACEK
Herbert Brandl
Rudi Molacek
 
  Galerie 422

Galerie 422
An der Traunbrücke 9 - 11
4810 Gmunden
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)7612-62 668
www.galerie422.at


HERBERT BRANDL

Das Erklimmen der Leinwand


Herbert Brandls Berg-Malerei ist stets ein Vexierbild zwischen der Fulminanz malerischer koloristischer Farbräume und der Illusion eines romantisch aufgeladenen Naturereignisses. Jeder Beginn des Malprozesses stellt eine neue Herausforderung für die Bildwerdung dar. Seit einiger Zeit setzt der Maler den Berg ins Zentrum seiner Bildikonografie: die gestellte Herausforderung ist den Berg als emotional, historisch und symbolisch stark besetztes Motiv aufzugreifen und in freie Malerei zu transformieren - (in die Malersprache übersetzt) gleichsam den alleinigen Malvorgang aufs neue auf sich zu nehmen und den "Koloss" Malerei mit all ihrer Geschichte und ihren Errungenschaften schlussendlich zu bezwingen, oder zumindest an ihr teilhaben zu können.
Hinzu kommt der stetige Konflikt zwischen der Malerei per se und der Realisierung des Sujets. Oft zerschlägt der Künstler den Gegenstand: mit breiten Pinseln streift er über die Leinwand, lässt ihre groben Fährten bewusst offen stehen, abstrahiert das vorgegebene Motiv, um die Materie und deren virtuose koloristisch malerische Oberflächentextur zur Geltung kommen zu lassen.

Florian Steininger



RUDI MOLACEK

Rudi Molacek
nimmt eine diskursive Position im Medium der Malerei ein. Wenn auch klassische Naturgemälde, wie etwa Blumenstilleben, sein Werk prägen, ist stets die Reflexion über die Malerei zentrales Thema des Künstlers, wobei neue Medien den Platz von Pinsel, Ölfarbe und Leinwand einnehmen können. Klassisch betriebene Malerei, wie auch von Herbert Brandl, ist taktil, sinnlich, Materie und die faktische Bildfläche ist stets präsent. Das sind wesentliche Züge des Mediums, die den Illusionismus, den Tiefenraum und die Abbildung von Wirklichkeit nicht unbedingt miteinbeziehen müssen. Molaceks aktuelle digitale Prints sind ohne taktile Stofflichkeit; wie auch in der Fotografie bestimmt die fiktive spatiale Ausdehnung und das nicht wahrnehmen Können Bildträgeroberfläche die Bildstruktur. Digitale Daten imitieren wuchtige Pinselhiebe und Farbschlieren, die sich in einer fulminanten Tiefenstaffelung aufbauen. Ihr irisierendes Schimmern erinnert an naturalistische Ereignisse einer flirrenden durch das Sonnenlicht gebrochenen Wasseroberfläche eines Sees, womöglich am Fuße des Berges.

Florian Steininger

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