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Einzelausstellung: Horst Wackerbarth: Here & there (vorbei)

2 Oktober 2010 bis 9 Januar 2011
  Horst Wackerbarth: Here & there
Linda Coello, Honduras "El Ocotio", Müllhalde San Pedro Sula, Honduras, 2009
 
  Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049 Duisburg
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)203 - 283 32 94
www.lehmbruckmuseum.de


Horst Wackerbarth: Here & There

Ausstellung im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010

Die Ergebnisse des Foto- und Videokunstprojektes "Here & there - Globale Migration und Integration auf der Roten Couch" von Horst Wackerbarth sind ab dem 02. Oktober 2010 im LehmbruckMuseum Duisburg zu sehen.

Wackerbarth zieht seit mehr als 20 Jahren mit seiner Roten Couch und seiner Ausrüstung durch die Welt, um eine Galerie der Menschheit zu erstellen. An den unterschiedlichsten Orten entstehen faszinierende Bilder von interessanten Menschen, die der Künstler einlädt, auf der Couch Platz zu nehmen. Neben den Fotografien führt Horst Wackerbarth Interviews mit seinen FotoProtagonisten durch, in denen er ihnen universelle Fragen zu Themen wie Arbeit, Glück, Liebe und Tod stellt.

"Die leuchtend Rote Couch ist - wie es Horst Wackerbarth selbst formulierte - der gemeinsame Nenner für alle Nationen, Religionen, Ethnien und Schichten, für kulturelle Vielfalt, Lebensgewohnheiten und Ansichten von Individuen, Szenen, Mehrheiten und Minderheiten", so Wackerbarths Projektbegleiter Stephan A. Vogelskamp vom Büro NOAH!, "Das Rote Sofa wird zur Bühne für Unbekannte und Prominente, Arme und Reiche - für alle Bürger dieser Welt."

Wackerbarths Bilder sollen aus Sicht des Künstlers für kommende Generationen eine Anthropologie des 21. Jahrhunderts, eine "Gallery of Mankind" darstellen. Seit 2009 führte er im Rahmen der RUHR.2010 mit dem Projekt "Here & there" diese "Gallery of Mankind" in der Stadt Duisburg sowie in deren Partnerstädten Portsmouth/England, Calais/Frankreich, Wuhan/China und San Pedro Sula/Honduras fort. Dabei widmete er sich erstmals den gesellschaftlichen Themen Migration und Integration, die auch die Entwicklung der Metropole Ruhr maßgeblich beeinflusst haben.

"In Duisburg wurden einige Werke mit berühmten Kindern der Stadt erstellt, wie zum Beispiel Fritz Pleitgen. Die prominenten Duisburger "adoptierten" für den Beitrag jeweils Mitbürger mit Migrationshintergrund. Die weiteren Motive der Duisburger Serie zeigen Duisburger in ihrer Umgebung, die für die Migrationsgeschichte in der Ruhrregion stehen", berichtet Karl Janssen, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, "ich freue mich sehr, dass wir jetzt alle Werke der Serie "Here & there" und die Vielfältigkeit der Protagonisten der Öffentlichkeit im LehmbruckMuseum präsentieren können. Durch die Magie der Roten Couch ist es gelungen, spannende, emotionale und auch berührende Begegnungen zu schaffen und das Thema Migration durch faszinierende Werke künstlerisch in den Fokus zu rücken. Here & there ist ein wesentliches Leuchtturmprojekt im Kulturhauptstadtjahr 2010, in dem unsere Stadt der Hafen der Kulturhauptstadt ist."

Als Ergebnis des Projektes sind in den entstandenen 82 Fotokunstwerken 264 Menschen aus 58 Nationen abgebildet worden. In den dazugehörigen 109 Videointerviews geben die Protagonisten zu universellen, alle Kulturen und Zeiten übergreifenden, Fragen des Lebens ihre jeweils individuelle Antwort. Auf diese Weise erschließen sich die biografisch verwurzelten Erfahrungen, Hoffnungen, Wünsche, Ängste, Denkweisen und Einstellungen der Protagonisten den Ausstellungsbesuchern.

"Horst Wackerbarths neuer Ansatz ist ohne Zweifel relevant, Migration wie Integration gehören zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.", so Fotohistoriker Dr. Enno Kaufhold im Vorwort der Begleitpublikation zur Ausstellung, "[…] davon handeln seine Bilder, wobei die Skala von spezifischen Einzelfällen bis zu generellen Aussagen und vom bitteren Ernst bis zum eher Spaßigen reicht."

In Duisburg gelang Horst Wackerbarth beispielsweise ein Motiv mit den Vertretern dreier Glaubens- und Kirchengemeinschaften, einem Moslem, einem Juden und einem Christen, die er in einem ehemaligen Rohstofflager portraitierte, das heute als Kletterareal in der spektakulären Kulisse des Landschaftsparks genutzt wird.

Das auf Initiative der Stadt Duisburg mit Unterstützung der Sparkasse Duisburg entstandene Projekt ist ein Subprojekt des Gesamtprojektes "Gallery of Mankind" des Künstlers Horst Wackerbarth.

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