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Einzelausstellung: HUBERT SCHEIBL - DESTINATION 47/13 (vorbei)

4 Juni 2011 bis 31 Juli 2011
  HUBERT SCHEIBL - DESTINATION 47/13
Hubert Scheibl, Destination 47/13, 2010/11, Öl auf Leinwand, 150x110
 
  Galerie 422

Galerie 422
An der Traunbrücke 9 - 11
4810 Gmunden
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)7612-62 668
www.galerie422.at


Hubert Scheibl gilt als einer der Hauptvertreter der sogenannten "Neuen Malerei". Bereits bei den ersten großen Ausstellungen, die dieser neuen Kunstrichtung eingehendere Beachtung widmeten, war er beteiligt.

Mit seinen neuen Arbeiten vollführt er nun einen weiteren Schritt in bisher unbekanntes Terrain. Die Arbeiten sind dichter, aufgewühlter, informativer, aber auch zeichnerischer als die transzendentalen, spirituellen und in sich verschlossenen Arbeiten der neunziger Jahre. Im Zentrum der eigentlichen bildnerischen Auseinandersetzung stand für ihn immer die Farbe. Der oft monatelange Malvorgang lässt sich an den verschiedenen Schichten der Farbgebung, die unter der glatten Oberfläche hervorschimmern, ablesen.

Bei aller Sinnlichkeit hatte der Künstler jedoch stets ein stark intellektuelles Verhältnis zur Farbe. Hubert Scheibl verbindet eine Konzeption der Malerei, die zwei antagonistische Tendenzen vereint : die expressive, dem instinktiven Gestus folgende, pastose Malweise und eine geometrisch reduzierte, oft monochrome Abstraktion. Er selbst sagt über seine Bilder: "Ich versuche Fragen zu stellen und einen Beitrag zu formulieren, der mit unseren Sehnsüchten und Vorstellungen zu tun hat, was die Welt ist und was sie sein sollte. Bilder sind wie Modelle - etwa des Fremden und des Unbekannten, das uns ängstigt und uns gleichzeitig eine Türe öffnet."

Prof. Wieland Schmied hat in einem Text von 2005 seine Annäherung an das Werk dieses Künstlers wie folgt beschrieben:

"Es ist schwierig, über die Bilder von Hubert Scheibl etwas Definitives sagen zu wollen. Es gehört zu ihrem Wesen (und wohl auch zur Absicht des Künstlers), dass sie sich der Beschreibung entziehen. Wenn wir uns überhaupt auf das Abenteuer einlassen, auf die Arbeit Hubert Scheibls einzugehen, dann wird uns vielleicht der im Hinblick auf frühere Landschaften von Egon Schiele verwendete Ausdruck "Ätherlinien" weiterhelfen. Das Wort "Ätherlinien" bezeichnet nicht nur die Zartheit graphischer Risse, Linien und Schichtungen, es ist auch geeignet, unseren Blick in eine leichte, luftige Atmosphäre zu heben und weiter in Räume zu richten, die wir wenigstens metaphorisch als „kosmisch" bezeichnen dürfen."

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