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Gruppenausstellung: human touch (vorbei)

28 Juli 2006 bis 5 September 2006
 
 
www.hilger.at hilger contemporary

hilger contemporary
Dorotheergasse 5
A-1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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www.hilger.at


Salzburg 2006 - Sala Terrena - Sigmund Haffner Gasse 14-18

Eröffnung: 28. Juli 2006, 16.00 - 19.00 Uhr

Die Galerie Ernst Hilger zeigt im Rahmen der Salzburger Festspiele 2006 in der Sala Terrena Arbeiten von Ian Burns, Oliver Dorfer, John Gerrard, Julie Hayward, Angel Marcos, Brian McKee, Julie Monaco, Kalin Serapionov, Massimo Vitali und Leo Zogmayer.

In der kontemporären, bildenden Kunst sind pluralistische Strömungen parallel zur Entwicklung gekommen. Gemeinsam scheint allen die kompromisslose Auseinandersetzung mit brisanten, aktuellen Tendenzen und Entwicklungen. Missstände werden aufgezeigt und thematisiert. Diese Kunst polarisiert und regt zur Diskussion an. Sie ist nicht nur schön, sie schmerzt und irritiert zugleich. Der Zugang für den Betrachter wird nicht immer leicht gemacht. Seit der Industriellen Revolution schreitet die Technisierung und Globalisierung in Megaschritten voran. Die Schnelllebigkeit fordert ihren Tribut und verstärkt die Sehnsucht nach menschlicher Nähe, Vertrautheit, Sicherheit und Verständnis. Hinter dem technoiden Zeitalter stecken letztlich menschlicher Erfinderreichtum, Ideale und Visionen.

Ian Burns Arbeiten befassen sich ebenso mit Beobachtung und Wahrnehmung. Seine low-tech Skulpturen verführen das Auge auf mehreren Ebenen. Das Kuriose seiner Gebilde und die Erfahrungen der Wahrnehmung fördern die Illusion in der Betrachtung. Um Konstruktion und Dekonstruktion von Bildern kreisen die Leinwandarbeiten von Oliver Dorfer. Im Samplingverfahren schichtet er symbolträchtige und comicartige, figurative Elemente, welche in filmischer Sequenz mehrere narrative Ebenen verfolgen. John Gerrard gestaltet seine Arbeiten auf intellektueller Ebene. Sie funktionieren auf dramatische Weise. Ausgehend von 3D-Simulationen wird Dramatik in Emotion rechnerisch vorausgebildet. Das Resultat lässt Gefühle wie Traurigkeit, Freude oder Liebe entwickeln sehen. Julie Haywards raumgreifende Skulpturen stellen Kombinationen aus Alltagsobjekten dar, welche durch die atypische Aneinanderfügung unterbewusste Schichtlagen ansprechen. Eine Spirale aus psychischem Automatismus beginnt sich, im Zusammenhang mit ihren Bildsujets zu drehen. Mit Selbstbeobachtung übertragen auf Naturelementen haben Julie Monacos grossformatige digitale Fotos zu tun. Sie erstellt auf rein mathematisch rechnerischen Daten basierend Landschaftsgemälde. Die Reproduktion dermassen feinstofflicher Nuancierungen erweisen sich als grosse Wertschätzung einerseits und Beständigkeit in den Arbeiten der Künstlerin andererseits. Dass Ironie etwas zutiefst Menschliches ist, zeigt sich in den Fotoarbeiten des Italieners Massimo Vitali. Seine Tableau-Abbildungen von sonderbar anmutenden Menschenansammlungen nehmen sich Zeit. Die Kunst, Seltsames sehen zu können, fördert den spielerischen Zugang zum Menschsein oder das Bekenntnis über die eigene Existenz lachen zu können. Leo Zogmayer erkennt in der Natürlichkeit wie in der Intensität des Lichts bei Tag und Nacht sein bildnerisches Schaffen und verfügt über die Fähigkeit dies umzulegen. Er reduziert auf das Wesentliche. Das Ergebnis erscheint prunkvoll, bombastisch, denn die Macht der Worte sollte niemals unterschätzt werden. Oder wie sonst kann „SCHÖN" verstanden werden?

Von Michaela Pedratscher

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