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Gruppenausstellung: India 3: New Delhi REPUBLIC OF ILLUSIONS (vorbei)

17 September 2009 bis 17 Oktober 2009
  Anita Dube
Anita Dube
Ah (a sigh)
Fiberglass root units, velvet, digital print on vinyl mounted on board, 304 x 365 x 76cm
2008
 
www.galerie-krinzinger.at Galerie Krinzinger

Galerie Krinzinger
Seilerstätte 16
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +43-(0)1 - 513 30 06
www.galerie-krinzinger.at


Kuratiert von Peter Nagy

New Delhi ist die dritte Station der Ausstellungsserie über zeitgenössische indische Kunst, die die Galerie Krinzinger seit September 2008 zeigt. Nach Bangalore und Mumbai ist diesen Herbst die aktuelle Kunstszene in New Delhi Schwerpunkt der Präsentation.

New Delhi ist die Hauptstadt Indiens, eine politische und administrative Metropole mit insgesamt mehr als 14 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von über 1.480 km2. In vielerlei Hinsicht sind es drei Städte in einer: eine Hauptstadt des Mogulreiches (im 17. Jahrhundert), die Planhauptstadt des British Empire (errichtet im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts) und die Folge der urbanen Zersiedelung seit der Unabhängigkeit 1947, bei der sich die Stadt in alle Richtungen ausgebreitet hat.

Mumbai (ehemals Bombay) ist das kommerzielle Zentrum Indiens, eine sehr rege und produktive Stadt für die zeitgenössische Kunst und den Kunstmarkt. Das kulturelle Leben in New Delhi hingegen ist intellektueller und internationaler, durch seine zahlreichen Universitäten und durch die internationalen Botschaften und ihr kulturelles Programm. So wie das Kino, die Medien und die Werbeindustrie die zeitgenössische Kunstszene in Mumbai beeinflussen, wird die Gegenwartskunst in New Delhi durch die politische und historische Vergangenheit, die überall in der Stadt spürbar ist, geprägt. Das Stadtbild ist gekennzeichnet durch alte, monumental-repräsentative Architektur, während das Herz der Stadt das administrative Zentrum des Landes ist - für Prunk, Privilegien und Herrschaft stehend. New Delhi ist auch eine Melting-Pot-Metropole innerhalb derer sich Gemeinschaften aus allen Teilen Indiens eigene Unterbereiche geschaffen haben.

Ohne bewusst "politische Kunst" zu machen, erschaffen viele Künstler aus New Delhi Arbeiten, die stark an den politischen und historischen Strömungen der Stadt orientiert sind. Viele sind angezogen von den idealistischen und fantastischen Bildern, die die Stadt prägen, Erinnerungen an vergangene und gegenwärtige Ambitionen und Torheiten, Anstrengungen und Errungenschaften. Sowohl die Regierung als auch das indische Volk kommen in dieser Bildsprache vor, auch mit ironischen Querverweisen, um eine zunehmend komplexe Wirklichkeit entstehen zu lassen. Die Ausstellung "Republic of Illusions" soll kein Porträt von New Delhi werden, sondern vielmehr eine der vielen Möglichkeiten, wie man die Stadt und ihre Einwohner interpretieren und wie man eine Nation als ein Ganzes artikulieren kann.

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