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Einzelausstellung: INGE DICK (vorbei)

13 November 2003 bis 19 Dezember 2003
  INGE DICK
Inge Dick, "Bleu du ciel", 2002, Ilfochrome, Acrylglas, Aludibond, 12-teilig, je 30 x 30 x cm
 
www.galerie-lindner.at Galerie Lindner

Galerie Lindner
Schmalzhofgasse 13/3
1060 Wien
Österreich (Stadtplan)

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www.galerie-lindner.at


…Die in Wien geborene und seit Jahren in Loibichl am Mondsee lebende Künstlerin arbeitet seit knapp drei Jahrzehnten mit großer Subtilität, hohem Einfühlungsvermögen und Konsequenz an Bildformulierungen, die ihren Impuls aus nuancierten Differenzbereichen von Licht und Schatten, feinsten Farbkontrasten und Oberflächenstrukturen schöpfen.

Inge Dick setzt im Bereich der Malerei und Fotografie auf Beobachtungen, die an einem Punkt sensibler Reduktion und präziser Fokussierung bildwirksam werden.

Hierin erhielt das Licht immer größere Bedeutung, um schließlich der zentrale Reflexionsansatz und die entscheidende Produktionsbedingung der medialen Auseinandersetzung zu werden.

Die Künstlerin versucht die Substanz des Lichtes einzufangen. Inge Dick spürt die Grenzen von Licht und Schatten, von Hell und Dunkel auf. Sie visualisiert das Licht über geringste Farbwerte von Gelb, Rot und Blau sowie den Faktor der Zeit – etwa die Veränderung des Lichteinfalls und der Lichtstärke während eines Tages.

Neben der Malerei, die bei der Betrachtung genaueste Aufmerksamkeit in der Beobachtung verlangt, nutzte Inge Dick in den letzten Jahren auch verstärkt die Möglichkeit verschiedener Polaroidkameras, mit denen sie nach einem exakten zeitlichen Ablauf beeindruckende Serien von Lichtveränderungen realisierte.

Hierzu gehörten vor allem die Serien mit der Polaroidkamera (50 x 70 cm) sowie die Arbeit mit der weltweit größten Polaroidkamera (100 x 200 cm) in Boston 1999.

Mehrere architekturbezogene Kunstprojekte, vor allem glasmalerische Arbeiten, boten ihr seit 1992 zusätzlich Gelegenheit, dieses Arbeiten mit Licht auch als unmittelbare Raumerfahrung zu thematisieren. Gleichzeitig wurden auch Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung auf ihre konzeptuelle Einbindung in das bisherige Werk überprüft.

In der Serie „Bleu du Ciel" wurde die Fotografie des „blauen Himmels" Bild für Bild auf einer kleiner werdenden Anzahl von Pixeln reduziert. Am Ende der Serie stand ein einziger, formatfüllender Pixel. Da Inge Dick in der gesamten Serie die Bildgröße beibehielt, wurde der künstlerische Vorstoß in immer kleinere Strukturen von einer sich intensivierenden optischen Wirksamkeit des einzelnen Elements begleitet.

Das Licht wurde von Dick gleichsam gezoomt und einmal mehr als das entscheidende Prinzip der künstlerischen Arbeit betont und kommuniziert.
Licht ist Dick elementares Erlebnis.

Kunsthistorisch findet Inge Dick dort ihre Berührungspunkte, wo sich Reduktion und minimalistischer Ansatz mit Subtilität und Sinnlichkeit verbinden und eine rationale und strukturierte Umsetzung finden…

Martin Hochleitner,
Kat. Inge Dick, Landesgalerie am OÖ Landesmuseum, 2001

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