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Einzelausstellung: Ingolf Keiner - Schraubenförmiges Herabsteigen und sich ... (vorbei)

7 Mai 2005 bis 18 Juni 2005
  Ingolf Keiner - Schraubenförmiges Herabsteigen und sich ...
Ingolf Keiner, Keiner Denkt, 2004, Installation
 
  Galerie Jarmuschek+Partner

Galerie Jarmuschek+Partner
Halle am Wasser - Invalidenstrasse 50/51
10557 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.jarmuschek.de


Ingolf Keiner
Schraubenförmiges Herabsteigen
und sich in immer gröbere Felder Hineinverdichten

07. Mai – 18. Juni 2005

Keiner im Palast

Bevor Ingolf Keiner im September 2005 mit FRAKTALE IV den Palast der Republik in der Herzkammer Berlins ein letztes Mal vor dessen Zerstörung bespielen wird, stellt er den Nucleus der dort zu sehenden Arbeiten in der Galerie Jarmuschek und Partner aus und auf den Prüfstand. Keiners quecksilbrige Alte Bekannte und Widergänger der Form erobern sich die für die Ausstellung zu einem „Schamanen-Badezimmer" umgebauten Räume der Galerie auf ihre je eigene Art.
Seit Jahren beispielsweise führt Keiners Körper als Abguß ein unstetes Leben. In stets unvorhersagbaren Konstellationen und Metamorphosen taucht „er" in immer neuer Form wie ein Phoenix aus der Asche, dieses Mal als Gefallener Engel am Himmel über Berlin. Ein berstendes Aluminium-Mikado symbolisiert dabei Energiestrahlen und verdichtet sich zu einer kantigen menschlichen Figur mit einem Gesicht aus Salz, dessen schwierige irdische Existenz sich nicht nur durch seine spielerisch vertauschten Hände und Füße manifestiert.

Bereits 2002 hatte Keiner im Rahmen von Fraktale III im gigantischen U-Bahntunnel im Wartestand unter dem Deutschen Reichstag das dort schlummernde Energiereservoir geschichteter Geschichte mit einem haushohen Metallblitz abgeleitet und sich selbst einverleibt.

Wie Einstein der festen Überzeugung war, daß man ein Problem nie mit der selben Denkweise löst, durch die es entstand, versucht auch Ingolf Keiner immer wieder, durch abwegige Herangehensweisen eine Entrümpelung unseres Blicks zu bewirken. Seine Zeichnungen mit ihrer extremen Verdichtung von Schatten und ihren surrealen Lichtverhältnissen spiegeln beispielsweise die Wahrnehmung der Welt aus einer Vitrine heraus, in der sich Keiner während seiner Performances selbst ausstellt.

Anspielungsreich evoziert Keiner allein mit den Materialien seiner Arbeiten den fettreichen hasenführenden Großschamanen der deutschen Kunst, den er aber mit einem allen Arbeiten innewohnenden Augenzwinkern ebenso auf den Boden zurückholt, wie das Photo des Raumschiff Enterprise mit seinen Kindern schauenden Beuys diesen ein für alle Mal erdete.

Ingolf Keiner wurde 1965 geboren. Er studierte an der HdK in Berlin und schloß 1997 bei Prof. Rebecca Horn mit dem Meisterschüler ab. Seit 2000 realisiert er zusammen mit Jonas Burgert die Ausstellungsreihe „FRAKTALE", die in diesem Jahr den Palast der Republik bespielt. Zudem organisiert Keiner die diesjährige internationale Performance-Konferenz in Berlin. Zuletzt waren seine Arbeiten auf seinem vielbeachteten Projektstand auf der Art Frankfurt 2005 zu sehen.

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