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Gruppenausstellung: Isabel Henn / Johanna Jäger / Christoph Wüstenhagen - Frühaufsteher 03 (vorbei)

11 Juli 2009 bis 1 August 2009
  Isabel Henn / Johanna Jäger / Christoph Wüstenhagen - Frühaufsteher 03
Isabel Henn, Starter: Kreuze, 2007, Pappe, Lack, Gummi, Glas, Draht, Sperrholz, 90 x 23 x 36cm
 
  Galerie Koal

Galerie Koal
Brunnenstrasse 25 B
10119 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.galeriekoal.com


Die Galerie koal zeigt vom 11. Juli bis 1. August 2009 in der Ausstellung Frühaufsteher 03 Werke von Isabel Henn, Johanna Jäger und Christoph Wüstenhagen. Die Eröffnung findet am Freitag, den 10. Juli 2009 in der Bergstraße 16 in Berlin-Mitte statt.

Die Ausstellungsreihe Frühaufsteher präsentiert in diesem Sommer zum dritten Mal junge KunststudentenInnen von verschiedenen Universitäten Deutschlands, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Die diesjährige Ausstellung zeigt Isabel Henn von der HBK Braunschweig, Johanna Jäger von der UdK Berlin sowie Christoph Wüstenhagen von der HfBK Hamburg. Die Arbeiten dieser drei StudentInnen sind der Galerie koal aufgrund ihrer starken Positionen besonders aufgefallen.

Isabel Henn Das Material ihrer Arbeiten reicht von Fundstücken aus dem Alltag und der Natur bis hin zu selbst produzierten Formen. Auch die Spuren des Entstehungsprozesses werden bewusst sichtbar miteinbezogen. Der jeweilige Zustand der Materie steht dabei im Mittelpunkt von Henns künstlerischen Interesse, das die Gegenstände etwa im Hinblick auf ihre Bodenhaftung, Zeitlichkeit oder auch ihre Unabhängigkeit von physikalischen Gegebenheiten befragt. Dies geschieht auch durch die unterschiedlichen Verbindungen, welche die einzelnen Bestandteile in ihren Objekten untereinander eingehen können. So können Ordnungen etwa durch festes Verkleben der Elemente, aber auch allein durch ein lockeres Liegen, Stehen oder Lehnen hergestellt werden. Dabei wird die Balance sowohl im buchstäblichen als auch im übertragenen Sinne hinsichtlich der Komposition an ihre Grenzen gebracht.

Johanna Jäger In ihren inszenierten Fotografien ist sie stets selbst, oft sogar mehrmals als Bild im Bild zu sehen. Ausgehend von ihrer Arbeit mit Installationen, erlaubt es das Medium der Fotografie der Künstlerin, sich in einem selbstgeschaffenen Raum zu spontanen Handlungen hinreißen zu lassen und gleichzeitig die Szenerie, aber auch sich selbst als Akteurin darin, in einem Bild festhalten zu können. Dessen Zweidimensionalität ausnutzend, entstehen durch das Spiel mit den verschiedenen Ebenen im Raum sowie den offensichtlich inszenierten und arrangierten Zusammenhängen in ihren Bildern oft komisch-absurde Situationen. Ausschnitte verfremdeter Fotografien, umfunktioniert zu Objekten im Raum, schaffen Tiefe, während paradoxerweise der dreidimensionale Körper der Künstlerin selbst sich stellenweise in der Fläche zu verlieren scheint.

Christoph Wüstenhagen Seine Malerei charakterisiert sich durch eine skeptische Grundhaltung gegenüber traditionellen Bildkompositionen und Kunstauffassungen. Um diese möglichst distanziert hinterfragen zu können, greift Wüstenhagen auf eher unkonventionelle Mittel im Arbeitsprozess zurück: Pinsel werden beispielsweise durch alte Socken und Unterhosen ersetzt, die Leinwand durch die Grundierung mit weißem, glänzendem Kunstharzlack in eine sehr glatte, fast schon abweisende Fläche verwandelt. Letztere bereitet Wüstenhagen eine neutrale Bühne, auf der er spontan improvisierte Farbschlieren mit von der klassischen Moderne geprägten konstruktivistischen Elementen konfrontiert. Dabei wird der ideologische Ballast vertrauter klassischer Formen wie Dreieck, Kreis und Rechteck durch Prozesse der Auflösung, Brechung, Überlagerung und Fragmentierung unterwandert und neu interpretierbar.

Weitere Informationen zu den Künslern und Abbildungen finden Sie als pdf-Datei

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