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Einzelausstellung: Ishan Clemenco - Chalk Lines 2003 - Wall Drawing (vorbei)

8 November 2003 bis 15 Juni 2004
  Ishan Clemenco - Chalk Lines 2003 - Wall Drawing
Ishan Clemenco, Chalk Lines, 2002, Installation detail, ground pigment on wall
 
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Die Ausstellung wurde bis zum 15. Juni 2004 verlängert.

AUSSTELLUNGISHAN CLEMENCO Chalk Lines 2003, Wall Drawing
VERNISSAGEFreitag, 7. November 2003, 19 Uhr.
Der Künstler ist anwesend.
DAUER DER
AUSSTELLUNG
8. November - 20. Dezember 2003
ORTsm.ART, Roesselerstrasse 9,
81929 München
TERMINEgerne nach Vereinbarung
KONTAKTSibylle Müller, Tel. +49.(0)89-94567676, mobil +49.(0)162/73 93 570, mail@smartcurating.com

sm.ART zeigt zum ersten Mal in Deutschland Arbeiten des amerikanischen Künstlers Ishan Clemenco aus San Francisco.

Die Ausstellung heißt Chalk Lines 2003 - Wall Drawing. Es geht also um ‚Kreidelinien', nicht nur auf Papier, sondern - als Höhepunkt der Ausstellung - direkt vom Künstler auf die Wand aufgetragen. Clemencos Arbeiten sind nicht für die Ewigkeit bestimmt. Sie sind sehr empfindlich und unglaublich fein. Berührt ein Besucher versehentlich das Werk oder streift ein Windstoß zu hart daran vorbei, so ist es in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild verloren.

Gegen einen großflächigen, einfarbigen und rechteckigen Hintergrund direkt auf die Galeriewand oder gegen sorgfältig ausgewähltes Papier lässt Clemenco behutsam mit Kreide bestäubte, senkrecht herabhängende Lotschnüre schnappen, derer man sich ursprünglich als Lot im Bauwesen behilft. Als Ergebnis erhält er eine rhythmische Aneinanderreihung vertikaler Linien, die sich beim genauen Hinsehen zu viel mehr als nur einfache Linien entpuppen - ganze Landschaften aus fein verstäubtem Kreidepuder sammeln sich um diese Linien. Eigentlich sind es zwei Kreidelinien, die bei jedem "Snap" entstehen. In ihrem Zwischenraum geben sie - wiederum als Linie in Erscheinung tretend - den farbigen Hintergrund des Papieres oder der Wand frei. In scheinbar zufälligen Intervallen aneinander gereiht, entsteht der Eindruck von Kontinuum und Unendlichkeit - ein Gegensatz zur Kurzlebigkeit des verwandten Materials. Außer Kreide werden auch von Hand zu Staub zerriebener Carrara-Marmor sowie Graphit eingesetzt.

Zu dieser Technik treten stark formale Qualitäten wie Komposition, Rhythmus, Tempo, das streng ins Kalkül gezogene Zusammenspiel der wenigen, sorgfältig ausgewählten Farben sowie die Wirkung von vertikalen Elementen gegen die meist horizontale Bildfläche.

Beeinflusst von Judd und Newman, findet man in Clemencos Werk Judds Element der kontinuierlichen Aneinanderreihung gleicher einfacher Formen (hier Linien) wieder. Auch bei Newman laufen vertikale Linien über eine horizontal ausgebreitete Farbfläche - Newmans Linien scheinen sich dagegen weniger im Takt oder nach einem speziellen Rhythmus zu bewegen wie man ihn bei Clemenco entdecken kann.

Die Art, wie Clemenco es versteht, eine ursprünglich ‚grobe', am Bau verwandte Technik so in Kunst zu übertragen, dass man an allerfeinste Handzeichnung erinnert ist, lässt nicht verwundern, dass dieser Künstler seine Laufbahn als Komponist begann und sein Geist in der Musik zu Hause ist. Seine Konzentration galt der minimalistischen Musik der 60er Jahre. Mit Clemencos eigenen Worten gesagt: it's about tuning the space visually (Interview mit sm.ART im Sommer 2002).

Früher arbeitete Clemenco - überraschenderweise - in Stein und Metall. Erst 2001 veränderte sich die Verwendung von rohen, industriellen Materialen hin zu einem gegensätzlichen Arbeiten mit solch feinen, kurzlebigen wie Kreide oder Marmorstaub.

Gleichzeitig zur Ausstellung mit sm.ART in München nimmt Clemenco mit einem Wand-Projekt am steirischerbst:03 in Graz teil, das dort noch bis zum 17. November 2003 zu sehen sein wird.

2002 hatte Clemenco seine erste Einzelausstellung bei Takada Gallery in San Francisco. Zuvor waren seine Arbeiten in Gruppenaustellungen unter anderem in der Artist Gallery des San Francisco Museum of Modern Art zu sehen.

Clemenco ist in San Francisco geboren, wo er - nach vielen Jahren intensiver Reisen in Asien - derzeit lebt und arbeitet.

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