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Gruppenausstellung: It`s cold outside - Installation und mixed media (vorbei)

11 Januar 2007 bis 17 Februar 2007
  It`s cold outside - Installation und mixed media
It`s cold outside, Wolfgang Capellari and Stephanie Guse
 
  galerie | michaela | stock

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Schleifmühlgasse 18
1040 Wien
Österreich (Stadtplan)

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"It`s cold outside" - Installation und mixed media

Patrick Baumüller
Wolfgang Capellari
Stephanie Guse
Claudia-Maria Luenig
Helmut Pokornig

Künstlerbrunch
am 10. Februar 2007 von 11.00 bis 16.00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 11. Jänner 2007 - 17. Februar 2007

Öffnungszeiten: Mo-Fr. 15.00-19.00 Uhr Sa.11.00-15.00 Uhr

5 junge internationale KünstlerInnen haben sich auf unterschiedlichste und ironisierende Weise mit diesem Thema „It`s cold outside" auseinandergesetzt.

Patrick Baumüller (*1969, Biel/Schweiz) hat in der großformatigen mixed media Arbeit „Fly over Bee" seine Kindheitserinnerungen verarbeitet. „Ich habe mit Vorliebe- einer fleißigen Biene gleich- unberührte Flächen in der Elternwohnung mit dem neu erworbenen Sumsi-Kleber (Werbegeschenk der Raiffeisenbank) markiert." Die abstrakt reduzierte Gestaltung des Stickers entspricht in gewisser Weise der „Nichtgreifbarkeit" eines Fluginsektenschwarmes. So z.B. eines Bienenschwarmes, der sich an unterschiedlichen Orten in der Natur niederlasst, um eine neue Kolonie zu gründen. In der fliegenden Bewegung erinnert das stetig pulsieren der vielen Einzelindividuen an die enorme Energie, die einem Bienenvolk innewohnt. Ein Versuch diese Energie abzubilden gelingt durch den Moirè-Effekt - die Überlagerung der einzelnen Streifenmuster in ihrer Anhäufung als kompaktes Wandbild.

Wolfgang Capellari (*1964, Kitzbühel) sagt über seine Arbeit „Ski I -Ski III": „Mit Landschaftsmalerei habe ich angefangen. Dieses Objekt ist die Verlängerung davon. Und mehr: entstanden aus dem spontanen Bedürfnis, die Antiquität zu zerschneiden, den Skifetischismus, das gebrochenen Bein, der Sturz, der Knick im Holz. Den Ski den Bergzacken angleichen, die Absurdität des Skifahrens. Kurz: das Objekt eines Skitourismusgeschädigten." Sein zweiter Beitrag zu der Ausstellung ist ein großformatiges „Kaminbild". Es besteht aus einem original schottischen Stoff, der von dem Künstler bemalt wurde.

Ein Lieblingsthema der Künstlerin Stephanie Guse (*1971, Bielefeld) ist die Warenwelt, der Kaufrausch, die Akkumulation von Waren und deren Entsorgung. Stephanie Guses Objekte imitieren bekannte, oft luxuriöse Gegenstände, indem wertloses Abfallmaterial verwendet und in einen neuen, überraschenden Kontext gebracht wird. So nutzt sie den Trash-Charakter von überflüssig gewordenen Verpackungen und erhebt sie in den Status des Nützlichen. Die veredelten Ausgangsprodukte werden als Pseudo-Design-Objekte inszeniert und durch die Installation im Galerieraum zum unantastbaren Kunstgut erhoben. So zeigt sie in der Ausstellung einen Kamin aus Obstkisten und die Luxuslampe „Sissi" aus Luftpolsterfolie und Joghurtbecher. Mit subtiler Ironie hinterfragt sie so die Ambivalenz des Unbrauchbaren-Funktionalen-Musealen. Die Konsum- bzw. Wegwerfgesellschaft und ihre Werte werden ironisch hinterfragt und vorgeführt.

Ähnlich wie Stephanie Guse verwendet Claudia -Maria Luenig (* 1957, Herbern) benutzte Materialien wie Seide, BH, Krawatten und Draht. Auch sie versucht mittels wertvoller Materialen den Betrachter ad absurdum zu führen. Bei dem Kunstobjekt „Blumenbouquet" wird erst auf dem zweiten Blick deutlich, dass es aus Krawatten und BHs besteht. Und auch die „Stromhosen" wirken sehr grazil, obwohl sie aus Stromdraht gehäkelt wurden. Das Nicht-Zueinander -passen von Form und Inhalt, erwirkt eine Diskrepanz zwischen formaler Auseinandersetzung und auch Zweideutigkeit. Dem Betrachter allein ist es gegeben diese Position für sich Selbst zu entscheiden. Eigene Utopien werden erstellt die wiederum Sehnsucht und Verlangen unter neuen Parametern erschaffen. Das Auge bestimmt die individuelle Neue Welt: die persönliche Utopie.

Seit 2005 hat Helmut Pokornig (*1965 in Leoben) seinen künstlerischen Stil total verändert. Er arbeitet nun in „found-fotage" Fotografie. Er geht auf diverse Floh- und Kunstmärkte und sammelt und kauft altes Fotomaterial. Dieses wird dann mittels PC total verfremdet, Ausschnitte der Bilder werden nun neu in Szene gesetzt. Pokornig sagt über seine Arbeit: „Es ist mir wichtig durch meine Bilder Gefühle aufrecht zu erhalten, von deren Notwendigkeit ich überzeugt bin. Das Leichte, Spielerische, das wir in unserer Welt benötigen. Bilder, die uns an unsere Sehnsüchte und Melancholien erinnern."

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