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Gruppenausstellung: Joachim Bayer - Malerei / Bruno Feger - Bildhauerei / Philipp Hofmann - Fotografie (vorbei)

12 Mai 2011 bis 24 Juni 2011
  Joachim Bayer - Malerei / Bruno Feger - Bildhauerei / Philipp Hofmann - Fotografie
Joachim Bayer, Korfu, 2011, Öl auf Leinwand, 120 x 200 cm
 
  Galerie Barbara von Stechow

Galerie Barbara von Stechow
Feldbergstraße 28
60323 Frankfurt/Main
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)69-72 22 44
www.galerie-von-stechow.com


Joachim Bayers menschenleere Landschaften sprechen von Erhabenheit und Fernweh.

Er richtet die Perspektive auf einen Lichtpunkt in der Ferne und gibt der landschaftlichen Monumentalität einen romantischen Anklang. Bayers Malerei ist durch die Wahl des Ausschnitts, der zum Teil gelösten Kontur und der Betonung der Grautöne zeitlos und gleichzeitig zutiefst modern.

Joachim Bayer, 1950 in Berlin geboren, erhielt sein Diplom der Malerei und Grafik bei Hans Vent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1988-90 nahm er an der Kulturakademie Berlin Lehraufträge wahr. 1992 war er Stipendiant der Stiftung Kulturfonds Berlin, welches ihm einen Arbeitsaufenthalt in Italien ermöglichte. 1994 und 1995 schlossen sich zwei Arbeitsaufenthalte in Kalifornien und Italien an. 2001 erhielt er erneut einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Berlin. Der Künstler hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in Korea, den USA und der Schweiz. Seine Werke sind in öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. in der Deutschen Bundesbank, Frankfurt; im Deutschen Historischen Museum, Berlin; im Berliner Senat und der Sammlung Siemens-Nixdorf.

Die in der Galerie ausgestellten Arbeiten des Bildhauers Bruno Feger (*1962) betitelt der Künstler „Stillleben 11-5-11". Gezeigt werden die Momentaufnahmen überdimensionaler Blüten und Früchte, die, meist in Stahl und Kunstharz gearbeitet, auf dem Zenit ihrer Reife stehen. Seine Stillleben sind jedoch nicht nur stark vergrößerte Naturabbilder, sondern werden aus kleinen Stahlflächen - ähnlich dem Schiffbau - zusammengeschweißt. Es entstehen so „Narben" und Werkspuren, die auf die Fremdheit zu den Naturvorbildern hinweisen. Eine Vielzahl seiner Arbeiten fasst Feger rot, da ihn speziell diese Farbe fasziniert und für Blut, Liebe und Leidenschaft steht. Insbesondere die Kirschen sind ein immer wieder kehrendes Thema seines Oeuvres. Die Vergänglichkeit des Seins beschäftigt Feger, seine künstlerische „Dauerbarmachung" zeigt die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit.

Seit neuestem schafft Bruno Feger "Bollenskulpturen", die einer Betrachtung um Sprache und Kultur des Schwarzwalds entspringen. Die Heimat des Künstlers inspirierte ihn zu seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit den Bollenformen. Der Bollen ist ein unförmig Rundes und bezeichnet zum einen getrocknete Erdklumpen, zum anderen Wald- und Feldfrüchte. Die Schwarzwälder Tracht umfasst auch einen von Frauen getragenen Hut, auf dem - ebenfalls in vergrößerter Form - Bollen angebracht sind.

Bruno Feger wurde 1962 in Haslach/Schwarzwald geboren, studierte von 1982 - 87 Architektur an der Hochschule der Künste Berlin und lebt in Butzbach. 1998 wurde er mit dem Kunstpreis der Stadt Hanau ausgezeichnet, 2002 erhielt der den Preis der Stadt Mörfelden-Walldorf.

Philipp Hofmann, 1976 in München geboren, studierte von 1995-2001 Bauingenieurwesen und Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin, der University of California und der London School of Economics. Seine Arbeiten werden international auf den Messen in Karlsruhe, Köln, Miami, Palm Beach, Chicago und New York gezeigt. Seit 2004 lebt und arbeitet er in New York. Seine früh aufgetretene Liebe zur Photographie setzte er professionell um. Auf seinen vielen Reisen, die ihn an die aufregendsten, entlegendsten und inspirierendsten Orte führen, hält er Impressionen digital fest. Die vom Künstler kreierte Methode der Bearbeitung und Verfremdung nennt sich Digitaloil. Nach der Transformierung der Fotografie wird das Bild entweder in Öl auf die Leinwand oder auf einen Aluminiumträger gedruckt.

Philipp Hofmanns Arbeiten zeigen oft moderne Ikonen unseres Lebens. Die Rede ist jedoch nicht von Personen, sondern von Orten, die mitunter durch die Populärkultur glorifiziert werden. So etwa herausragende Architektur wie das Pantheon in Rom oder die von Frank Gehry entworfene Disney Hall in Los Angeles, die Modenschau des Designers Oscar de la Renta oder Szenelokale wie das Club 55 in St. Tropez und das Felix in New York.

Der Künstler stellt in seinen Bildern einen Kontrast dar: zum einen zeigt er uns das nach Außen unbeschwerte, glamouröse Leben der Menschen die auf der "Sunny side of life" zuhause sind. Zum anderen lenkt er unseren Blick auf die ungeschönte Realität, die abgeblätterte Farbe eines Apartmenthauses in Havanna, über welchem bereits die Geier kreisen oder ein verlassenes Saxophon, das unter einer Brücke liegt und dem Betrachter Fragen aufwirft.

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