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Einzelausstellung: Jochem Hendricks - Figurine (sans bras avec police) (vorbei)

23 Januar 2003 bis 8 März 2003
  Jochem Hendricks - Figurine (sans bras avec police)
 
  Thomas Rehbein Galerie

Thomas Rehbein Galerie
Aachener Strasse 5
50674 Köln
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)221-310 10 00
www.rehbein-galerie.de


"Jochem Hendricks realisierte anlässlich seiner Einzelausstellung Legal Crimes im Kunstverein Freiburg im Frühjahr 2002 die Arbeit Miniturm Maxisockel, einen dreistöckigen, siebeneinhalb Meter hohen und begehbaren Turm, der ausschließlich aus gestohlenen Materialien besteht. Auf diesem überdimensionalen Sockel und in seinen drei Etagen wurde zum ersten Mal Hendricks' Beute der letzten Jahre gezeigt. Die verschiedenen Fragen danach, was alles in unserer Gesellschaft noch legitimiert werden kann und wie viel Spielraum dabei entstehen darf, ist das zentrale Thema dieser Arbeit. Die BetrachterInnen werden an ihre jeweiligen Erinnerungen herangeführt und mit dem konfrontiert, was nur sie wissen und kennen können, nämlich ihre eigenen Illegalitäten. Stehlen als Test für das, was in unserer Gesellschaft alles möglich ist, als metaphorische Dimension für einen Befreiungsakt an sich: Den perfekten Bankraub zu planen interessierte Bonnie & Clyde nicht nur, um sich zu bereichern, sondern vor allem als Sinnbild dafür, sich selbst zu überwinden und dem Zwang der jeweiligen Lebensbedingungen zu entfliehen.

Figurine (sans bras avec police), eine neue Arbeit von Jochem Hendricks, die erstmals in der gleichnamigen Ausstellung in der Galerie Thomas Rehbein in Köln unter anderem gezeigt wird, gehört ebenfalls in den Werkkontext der großen Freiburger Ausstellung."


Dorothea Strauss, Direktorin des Kunstvereins Freiburg

"...Insgesamt ist die Kunst von Jochem Hendricks weniger mit dem befasst, was wir sehen als mit dem, was wir beim Sehen denken. Es ist Konzeptkunst in einer Zeit, in der das Kunstwerk wieder materialisiert wird. Das Werk ist hier jedoch weder Stilübung noch eine Gelegenheit, handwerkliche Fertigkeiten zu demonstrieren, vielmehr entwickelt Hendricks jedes seiner konzeptuellen Projekte sui generis in Bezug auf die philosophischen, ästhetischen und sozialen Fragen, die ihn beschäftigen. Seine Arbeiten wirken weitgehend aus sich selbst heraus und spüren kaum nach jenem diskursiven Bezug auf die Tradition wie etwa die moderne Malerei, in der die Bedeutung jeder individuellen Leistung durch den Bezug auf die gesamte Geschichte des Mediums untermauert wird. Im Gegenteil kommen uns Hendricks´ Arbeiten zuweilen eher wie eigene Erfindungen oder Experimente denn wie Kunstwerke vor - doch unabhängig, wie wir sie nennen, treiben sie Sehen, Wahrnehmen und Erkennen in eine aufschlußreiche und lohnende Kollision. Ob die Goldbarren in Tax, das Sandhäufchen auf dem Teller in 3.281.579 Sandkörner, der zerkleinerte Plunder in Zimmer im Sack oder die mäandrierernden irren Striche durch die Weiten des billigen Zeitungspapiers in Zeitung und EYE - es handelt sich immer um sorgfältig entworfene Überschneidungen, an denen das Was einer künstlerischen Konstruktion und Präsentation auf das Wie unseres Wissens und Erkennens trifft..."

John S. Weber, Kurator am San Francisco Museum of Modern Art

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