Das erstaunlichste an Johannes Spehrs Arbeiten ist immer wieder dies: Wie da mit größter minutiöser Genauigkeit Stück für Stück etwas entfaltet wird, das als jeweils einzelnes Detail stets klar benennbar bleibt und sich gleichzeitig einer logischen Einordnung in den Gesamtkontext hartnäckig verweigert. Wir erkennen zwar jeden einzelnen Gegenstand, als das, was er ist, aber wir können ihm, auf Grund seiner ungewöhnlichen Platzierung und Kontextualisierung, keinen verbindlichen Sinn - und Funktionsstatus mehr zuweisen. Der Blick auf das kleinteilige Chaos vor uns, löst den verzweifelten Wunsch danach aus, Ordnung zu schaffen. Aber dieses Bedürfnis wird im Gegenzug dadurch blockiert, das sich kein Kriterium bestimmen lässt, nach dem man diese Systematisierung erreichen könnte. Gleichzeitig gibt es das Chaos im Wortsinn auf der Spehr`schen Bildkonstellation eben gerade nicht. Vielmehr erscheinen seine Unordnungen auf das sorgfältigste arrangiert und so genau kalkuliert, dass sich kein Abfallhäufchen und keine Wasserpfütze entfernen ließe, ohne die kompositorische Ordnung des Bildgefüges durcheinanderzubringen. (Auszüge aus einem Text von Stephan Berg, 2000) Die Thomas Rehbein Galerie ist auf der Art Cologne in Halle 2.1 Stand Nr. 90. | |||||


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