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„Die Sicht der Dinge"
Fotografie, Mixed Media und Installation
Gruppenausstellung mit Jörg Coblenz und Christiane Spatt
Vernissage : Donnerstag, 28.02.2008 um 19 Uhr
Katalogpräsentation "Die Sicht der Dinge":
Donnerstag: 06.03.2008 von 18.00 bis 21.00 Uhr/Schleifmühlgassenrundgang
Wo: Galerie Michaela Stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien
Ausstellungsdauer: 28.02.-05.04.08
Der Raum, der alles umgebend einen gewissen Zusammenhalt garantiert, ist aber in letzter Konsequenz einer maroden Instabilität unterworfen, da das einzige, was wahrzunehmen gilt, doch wir selbst sind.
Max Odd
Die österreichische Künstlerin Christiane Spatt und der deutsche Künstler Jörg Coblenz versuchen erstmalig in einer Gemeinschaftsausstellung Ihre persönliche Sicht der Dinge zu interpretieren. Die „Dinge" als Metapher, als Adabsurdum, als Subjekt der Begierde, Hoffnung und Enttäuschung.
Die unterschiedlichen „Sichtweisen" spannen einen übergeordneten Bogen von gesellschaftlicher Hinterfragung, Kritik und offenbarender Selbstinszenierung.
Christiane Spatt thematisiert in den Arbeiten alltägliche Idyllen bzw. deren verinnerlichte Vorstellungen und den Wunsch, diese in das persönliche Leben zu integrieren, z.B. mittels adaptierter Nachbildungen von Naturmotiven als Dekor im Wohnbereich.
Diese Elemente der Sehnsucht und des Versuches, der paradox scheinenden Vereinnahmung bedient sich Spatt, betont durch eine übersteigerte Künstlichkeit die Leblosigkeit der Objekte, die den aussichtslosen Wunsch nach Macht, Kontrolle und Unsterblichkeit symbolisieren.
Die neuen Bilder und Objekte von Jörg Coblenz führen den Betrachter in eine teils absurde Welt. Dinge, wie z.B. Herdplatten, Schlafmasken oder Vogelhäuschen werden in einem neuen Sinnzusammenhang gestellt und metaphorisch zu einem Leitfaden einer neuen visuellen Qualität. Mit der Serie „close you eyes" greift Jörg Coblenz ein Tabu-Thema auf : Das Verschließen der Augen vor den Grausamkeiten des Alltages. So zeigt er hier z.b. Schlafbrillen- die mit Worten bestickt sind wie Guantanamo, persecution, devastation ,injury . Der Betrachter wird hier mit Begriffen konfrontiert die wir im täglichen Medienspektakel nur noch peripher wahrnehmen und bereits als „normal" und nicht berührungswert empfinden.
Hinterfragungen, Anstöße und Irritationen bestimmen seinen bildnerischen Ausdruck. Coblenz will mit seinen Arbeiten demaskieren, provozieren und letztlich den Betrachter zur Reflektion eigener Positionen bewegen. |