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Gruppenausstellung: Jude Anogwih / Johanna Calle / Adriano Costa - ConretaSonho – Resident Artists (vorbei)

16 Mai 2013 bis 13 Juli 2013
  Jude Anogwih / Johanna Calle / Adriano Costa - ConretaSonho – Resident Artists
Exhibition view
 
www.galerie-krinzinger.at Galerie Krinzinger

Galerie Krinzinger
Seilerstätte 16
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)1 - 513 30 06
www.galerie-krinzinger.at


Wegen des großen Interesse wurde die Ausstellung vom 22. Juni 2013 bis zum 13. Juli 2013 verlängert.

Erster Teil der Gruppenausstellung Concreta Sonho, die im April/Mai 2014 stattfinden wird.

Kuratiert von Adriano Pedrosa & Luisa Duarte

Am 15. Mai 2013 eröffnet die Galerie Krinzinger drei Einzelpräsentationen von Jude Angowih (Nigeria), Johanna Calle (Kolumbien) und Adriano Costa (Brasilien). Alle drei haben auf Einladung von Ursula Krinzinger und den beiden KuratorInnen Adriano Pedrosa und Luisa Duarte an einem mehrmonatigen Artist-in-Residence-Programm von Krinzinger Projekte teilgenommen. In der Galerie Krinzinger präsentieren sie nun ihre Arbeiten, die während ihres Wien-Aufenthalts entstanden sind.

Adriano Pedrosa und Luisa Duarte entlehnen den Titel ihres Ausstellungsprojekts einer Arbeit des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto. Netos gleichnamiges Werk ContretaSonho präsentiert die offenkundigen Gegensätze von Ratio und Emotion, Themen, die in den in der Ausstellung präsentierten Arbeiten eine zentrale Rolle spielen. Das von der europäischen Moderne propagierte rationalistische Ideal, wonach Fortschritt durch reine Vernunft erreicht werden könne, hat mit der Globalisierung den Siegeszug in die Welt und in alle Bereiche des Lebens angetreten, gleichzeitig war aber auch schon das Ende besiegelt. Es entpuppte sich als unerreichbarer Traum: Unterentwicklung statt Entwicklung, Destruktion statt Produktion, Reichtum als Illusion, statt allgemeiner Befriedigung der Grundbedürfnisse sich ausbreitender Hunger, Verdummung statt Bildung, Zwang statt Freiheit, Vernichtung statt Bewahrung der Kultur, Strategie des Kriegs statt Strategie der Politik.

Der in Lagos, Nigeria lebende und arbeitende Multimedia-Künstler Jude Anogwih beschäftigt sich in seinen Arbeiten - Fotografien, Zeichnungen, Malereien, Videoarbeiten, Installationen und Landkarten - mit den Themen Identität, Mobilität und Migration. Die neue Werkgruppe Spatium 1 (Quadtych), die in Wien entstanden ist, beinhaltet eine Auswahl von Zeichnungen, Malereien, Fotografien, experimentellen Videoarbeiten und Installationen und ist die Weiterführung von Jude Anogwihs Arbeit Boundarylessness (2012), die eine neue Logik von Mobilität, Migration und Bewegung von Menschen und Ideen kreiert. Spatium 1 (Quadtych) untersucht die Einflüsse und Auswirkungen von Migration auf unsere Gesellschaft und interpretiert mit Hilfe einer einfachen Formensprache und klar definierten Mustern und Farben sowohl die räumlichen Mikro- und Makrostrukturen unserer Umgebung als auch die Komplexität unserer Realität.

In seinen Malereien, Skulpturen und Installationen bezieht sich Adriano Costa oft auf kunstgeschichtliche Genres oder Bewegungen. Statt sie zu zitieren, kombiniert er diese Referenzen mit anderen symbolisch aufgeladenen Objekten, die er in seiner unmittelbaren Umgebung und ganz alltäglichen Situationen vorfindet. Somit lädt er diese Gegenstände mit einer neuen Bedeutung auf. Die von ihm bewusst ausgewählten Materialien sind etwa bunte Buchstaben und Notizen, die er über Jahre gesammelt hat oder abgenutzte farbige Stoffreste. Diese stellt Costa in verschiedenen Kompositionen und Formen zusammen und erkundet damit verschiedene Stile und Genre.

Seit mehr als 25 Jahren experimentiert die kolumbianische Künstlerin Johanna Calle mit dem Medium Zeichnung und verwendet dabei verschiedene Materialien wie beispielsweise Fäden aber auch Buchstaben. Die ästhetische Schüsselstrategie in Calles Arbeiten ist das gezielte Ausradieren von speziellen Partien innerhalb der Zeichnung. Diese ausradierten Abschnitte werden oftmals mit als unpassend empfundenen Elementen und Formen ersetzt und fordern den Betrachter/die Betrachterin auf, sich mit den erzeugten Irritationen und ihrer Bedeutung auseinander zu setzen. In ihren aktuellen Arbeiten erweitert sie das Medium Zeichnung, indem sie Vintage-Fotografien, historische und anthropologische Ansichten sowie Schnappschüsse in ihre künstlerischen Arbeiten integriert.

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