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Gruppenausstellung: Karl Schmidt-Rott­luff Sti­pen­di­um (vorbei)

4 Februar 2012 bis 9 April 2012
  Karl Schmidt-Rott­luff Sti­pen­di­um
 
  Kunsthalle Düsseldorf

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)211 - 899 62 43
www.kunsthalle-duesseldorf.de


Mit der Aus­stel­lung der Preis­trä­ger des Karl Schmidt-Rott­luff Sti­pen­di­ums führt die Kunst­hal­le Düs­sel­dorf ei­ne lang­jäh­ri­ge Tra­di­ti­on des Hau­ses fort. Das zwei­jäh­ri­ge Post­gra­du­ier­ten-Sti­pen­di­um wird für her­aus­ra­gen­de künst­le­ri­sche Leis­tun­gen in al­len Dis­zi­pli­nen der bil­den­den Kunst ver­ge­ben. Die Aus­stel­lung prä­sen­tiert ak­tu­el­le Ar­bei­ten der Sti­pen­dia­ten von 2008/09 und 2010/11.

Die fi­li­gra­nen Zeich­nun­gen Kat­ja Eckerts (*1976) sind ge­prägt von re­du­zier­ten, aber prä­gnan­ten For­men so­wie fa­bel­haf­ten, teils un­ein­deu­ti­gen Mo­ti­ven. Sie er­zeu­gen ei­ne la­ten­te Span­nung, be­we­gen sich in ei­nem Raum zwi­schen Er­zäh­le­ri­schem und Abs­trak­ti­on.

Ro­land Gätz­sch­manns (*1979) zwei­far­bi­ge, se­ri­el­le Ar­bei­ten ent­ste­hen nach ei­nem streng vor­ge­ge­be­nen Re­gel­werk und be­ein­dru­cken durch die be­son­de­re Ma­te­ria­li­tät und prä­zi­se Zu­sam­men­set­zung: Je 216 qua­dra­ti­sche Wachs­plat­ten schaf­fen in ih­rer An­ord­nung ei­nen Rhyth­mus, der an bild­haft ge­wor­de­ne Zah­len­fol­gen er­in­nert, wäh­rend sei­ne Skulp­tu­ren die Un­lös­bar­keit der vor­ge­ge­be­nen Kon­struk­ti­on span­nungs­voll um­set­zen.

Im Zen­trum von Freya Hat­ten­ber­gers (*1978) Vi­deo­ar­bei­ten und fo­to­gra­fi­schen Selbst­in­sze­nie­rung steht die Be­zie­hung von (weib­li­chem) Kör­per, Raum und Hand­lung zu­ein­an­der: Er­zeugt wird ein iro­nisch-nach­denk­li­cher Re­fle­xi­ons­raum, in dem die Künst­le­rin meist per­for­ma­tiv mit ih­rem ei­ge­nen Kör­per Si­tua­tio­nen in­sze­niert und die­se da­bei kri­tisch zur Dis­kus­si­on stellt.

Den Ar­bei­ten von Sven Joh­ne (*1976) geht ei­ne in­ten­si­ve Re­cher­che- und Ar­chiv­ar­beit vor­aus. Die Mo­ti­ve der Fo­to­se­ri­en wir­ken zu­nächst oft leicht und poe­tisch, ver­ber­gen auf den zwei­ten Blick je­doch ge­sell­schafts- und so­zi­al­kri­ti­sche Fra­ge­stel­lun­gen.

Ali­cja Kwa­des (*1979) skulp­tu­ra­le In­sze­nie­run­gen prä­sen­tie­ren Ge­wöhn­li­ches auf neue Art: Wenn ge­bo­ge­ne For­men aus Holz, Stahl, Glas, Licht­röh­ren und Bron­ze um ei­nen fik­ti­ven Mit­tel­punkt krei­sen, schei­nen die phy­si­ka­li­schen Ge­setz­mä­ßig­kei­ten au­ßer Kraft ge­setzt.

Die Ar­bei­ten von Cath­le­en Schus­ter (*1977) hin­ter­fra­gen glo­ba­le Markt­struk­tu­ren und de­ren Aus­wir­kun­gen auf die Ge­sell­schaft. Ba­sie­rend auf öf­fent­li­chem und pri­va­tem Ar­chiv­ma­te­ri­al so­wie ei­ge­nen Auf­nah­men zeigt die Ar­beit „Fol­lowing the Li­ne of Ar­gu­ments" auf fil­mi­scher, in­stal­la­ti­ver und räum­li­cher Ebe­ne ei­ne ganz ei­ge­ne Form des Ge­schich­te-Schrei­bens, am Bei­spiel der Ver­la­ge­rung des Bo­chu­mer No­kia Werks im Jahr 2008.

Die groß­for­ma­ti­gen Ge­mäl­de von Si­byl­le Sprin­ger (*1975) ver­wei­sen auf Zwi­schen­räu­me und Par­al­lel­wel­ten, in de­nen sie flüch­ti­ge Mo­men­te in kom­ple­xen Über­la­ge­run­gen auf der Lein­wand fest­hält. Ih­re Acryl- und Aqua­rell­land­schaf­ten be­sit­zen ei­ne as­so­zia­ti­ve Kraft, die Raum und Ge­gen­stand nur an­zu­deu­ten schei­nen und gleich­zei­tig in­ten­si­ver Aus­druck ei­ner traum­haf­ten Rea­li­tät sind.

Die Vi­deo- und Fo­to­ar­bei­ten von Eva Tep­pe (*1973) zeu­gen von ei­nem be­son­de­ren Blick auf die Welt - all­täg­li­che Ge­gen­stän­de und Si­tua­tio­nen wer­den zu traum­ar­ti­gen Mo­men­ten um­ge­deu­tet und ver­zerrt; die Ka­me­ra fängt skur­ri­le und ver­stö­ren­de Mo­men­te der Rea­li­tät ein, wie die ver­meint­lich leb­lo­sen Kör­per Schla­fen­der im Be­rufs­ver­kehr To­kios.

Die Aus­stel­lung ent­steht in Zu­sam­men­ar­beit mit der Karl Schmidt-Rott­luff För­de­rungs­stif­tung, die seit Be­ginn Ih­rer Ar­beit mit der Stu­di­en­stif­tung des deut­schen Volkes ko­ope­riert so­wie seit 2007 mit der Ma­ri­an­ne In­gen­werth Stif­tung im Stif­ter­ver­band für die Deut­sche Wis­sen­schaft, die das Pro­jekt groß­zü­gig un­ter­stüt­zen.

Die Aus­stel­lung ent­steht in Zu­sam­men­ar­beit mit der Karl Schmidt-Rott­luff För­de­rungs­stif­tung, die das Pro­jekt groß­zü­gig un­ter­stützt.

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