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Einzelausstellung: Katrin Hoffert - Hunger (vorbei)

3 April 2009 bis 16 Mai 2009
  Katrin Hoffert - Hunger
Katrin Hoffert, we R Here II, 170x150, 09
 
  Galerie Martin Mertens

Galerie Martin Mertens
Linienstraße 148
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 440 433 50
www.martinmertens.com


"We r Here!" steht auf einem Pappschild, das an einen Baum im flutzerstörten New Orleans gebunden ist. Es bieten sich viele Lesearten dieses Bildes an. Wir -die Menschheit- stehen an einem Punkt, an dem sich die zum Teil menschgemachten Naturkatastrophen gegen unsere "Kultur" und unser Leben richten. Oder verwirrt einfach die Skurrilität des menschenleeren Bildes. Wer ist wo und an wen ist die Botschaft gerichtet? Das Bild selbst erteilt keinerlei Auskunft darüber.

Thematisch kreisen die meisten Arbeiten der Ausstellung von Katrin Hoffert um die Konfrontation von Mensch und Natur, genauer: die Manipulation der Natur durch den Menschen und das Zurückschlagen der "zugerichteten" und vereinnahmten Natur. Verhinderung von natürlichem Wachstum bzw. Förderung eines monströsen Wachstums der Natur durch Genmanipulation oder Monokulturen tauchen als Themen immer wieder auf.

Der Titel der Ausstellung "Hunger" bietet unterschiedlichste Lesearten. Neben der Assoziation an hungernde Menschen weltweit, die unter der ungleichgewichtigen Verteilung von Nahrungsmitteln leiden, ist aber auch eine Leseart im Sinne von: "Hunger nach Information, Wissen, Liebe, Bildern" möglich. Denn Hofferts künstlerisches Prinzip aus der unendlichen Flut an Bildmaterial, das die Medien täglich bereitstellen, bestimmte Motive herauszufiltern und mit ihren sehr eigenen malerischen Mitteln in Malerei zu transformieren, bleibt unverändert. Allerdings ergänzt sie dieses Prinzip in einigen Bildern der Ausstellung erstmalig durch die malerische Collage auf großen Leinwandbildern, was bisher nur in ihren Zeichentusche-Papierarbeiten zu sehen war. So verfüttert z.B. ein Vogel ein kleines Menschlein an seinen Nachwuchs oder in einem Labor untersuchen Wissenschaftler mit Mundschutz ein Blumengesteck, als sei es eine gefährliche Viruskultur oder ein fremdartiges unbekanntes Wesen. Die Arbeiten Hofferts bekommen dadurch einen surrealen Charakter und gewinnen an kritischer Aussagekraft.

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