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Einzelausstellung: Kay Kaul - Wasserfarben (vorbei)

15 Juni 2007 bis 14 Juli 2007
  Kay Kaul - Wasserfarben
Kay Kaul
 
  Galerie Voss

Galerie Voss
Mühlengasse 3
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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www.galerievoss.de


Kay Kaul - Wasserfarben

15.06.2007 - 14.06.2007

Ausstellungeröffnung: Freitag, de 15. Juni 2007 ab 19:00 Uhr

Die beruhigende Wirkung von Wasser kann man hören, spüren - und in den Bildern von Kay Kaul sehen. Der Künstler hat das Murmeln von Bächen und die Reflektionen der fließenden Tropfen in seine Fotoarbeiten übersetzt, er hat die Lebendigkeit des Wassers anschaulich gemacht. Möglich wird dies durch Mehrfachbelichtungen. Jedes Mal, wenn Kay Kaul sie auslöst, schaltet er einen anderen Farbfilter vor das Objektiv: Rot, Grün, Blau, Yellow, Cyan und Magenta. "'Die einzelnen Teile aus dem Farbkreis fügen sich schließlich wieder zum ganzen Farbspektrum zusammen, statische Bildteile erhalten ihre ursprüngliche Farbigkeit, nur aus der Bewegung entstehen neue Farben der Zeit.", erklärt er seine Technik, bei der er ein filmisches Mittel auf die Fotografie überträgt.

Der flirrende Eindruck der Aufnahmen ist kein elektronischer Effekt, der beliebig virtuell erzeugt werden kann: In einer gleichmäßigen Abfolge von ein bis zwei Sekunden macht Kaul sechs einzelne Bilder chronologisch hintereinander, die er anschließend am Computer zusammenfasst. "Die Summe der Einzelbilder ergibt mehr als ein Ganzes", sagt der Künstler. Und so kommt es, dass der Betrachter wie durch eine Wasserlandschaft waten und sich an schimmernden Flussläufen laben kann. "Ein Erlebnis wie eine Reinigung, eine Erlösung von Stress", so Kay Kaul, der den Bilderzyklus "Chronochrome" (Zeitfarben) nennt. Die Idee dazu, die er dank der Digitaltechnik jetzt umsetzen konnte, reifte seit den 80-er Jahren, als er bei Videofilmen im Computer spielerisch einzelne Bildphasen herausschnitt und bearbeitete. "Damals begann ich, Farbausschnitte aus verschiedenen Zeitabschnitten zu montieren. Der Gedanke faszinierte mich, in einem Bild einen ganzen Film zusammen zu fassen." Ähnlich hat Kaul auch bei seiner Serie von Rundumbildern (in Ateliers, Galerien und Sammlerräumen) gearbeitet: Hierbei vollzog er mit seinem Fotoapparat innerhalb eines Raums einen Schwenk wie mit einer Filmkamera. Die dabei aufgenommenen Sequenzen wurden am Computer zusammengefügt und ergeben ungewöhnliche Raum-Eindrücke. Kay Kauls Bilder werden als Pigmentdrucke auf Aluminiumträgern gezeigt.

Kay Kaul studierte an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, ist Meisterschüler von Prof. Klaus Rinke. Er arbeitete als Filmemacher und freier Kameramann für künstlerische Kurzfilme, Spielfilmproduktionen, aktuelle Berichterstattung. In den 90-er Jahren entwickelte und gestaltete er virtuelle Computerwelten sowie computerunterstützte Bilder und erstellte die dazu notwendige Software. Seit 1997 ist Kay Kaul als freischaffender Künstler im Bereich Film, Fotografie und Bildhauerei tätig.

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