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Einzelausstellung: Kirsten Geisler - Virtual Beauties (vorbei)

14 September 2004 bis 13 November 2004
  Kirsten Geisler - Virtual Beauties
Kirsten Geisler, Filmstills aus "Dreams of Beauty 2.0"
 
  Bernhard Knaus Fine Art

Bernhard Knaus Fine Art
Niddastrasse 84
60329 Frankfurt/Main
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)69 - 244 507 68
www.bernhardknaus-art.de


Eröffnung, Samstag 11. September 2004, 19 Uhr

In der Medienkunst der neunziger Jahre erscheint der Körper als Projekt, in dem überlappende Systeme zusammenarbeiten, er begegnet uns in Form selbsterzeugter Identitäten, aufgelöst in Pixel, Information und fragmentierte Selbstbilder.

Kirsten Geisler arbeitet mit virtuellen Kreationen. Sie nutzt die Möglichkeiten der digitalen Technik, um die künstliche Schönheit zu schaffen. Sie entwickelt Frauenköpfe und "Virtual Beauties", die sie nach den Ergebnissen der Forschung über das menschliche Schönheitsempfinden am Computer entwirft.

Obwohl diese "Beauties" alle Kriterien des weiblichen Schönheitsideals zu erfüllen scheinen, sorgt die völlige Ausdruckslosigkeit ihrer ebenmäßigen Gesichter für nachhaltige Irritationen.

Die Gegenüberstellung zeigt, dass die stereotype Darstellung der Frau bereits heute ein solches Maß an Künstlichkeit erreicht hat, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt zunehmend unbedeutend werden. Der perfektionierte Klon konfrontiert uns mit unserem Idealbild, ist aber auch unberechenbar: Die virtuellen Beauties" äußern sich nur sparsam, zeigen weder Angst noch Gefühle, und ihre Kommunikationsbereitschaft - lachen, zwinkern, sprechen - liegt augenscheinlich außerhalb unserer Kontrolle. Während wir noch von Fortschritt und Technik die Zukunft erwarten, wirft uns der Klon auf die eigene Menschlichkeit zurück: Wir vermissen Gefühle, Wärme, Körperlichkeit.

Aufgrund der Perfektion von Körper und Bewegung wird der Betrachter auf eine noch schwierigere Einschätzung gestellt. Zusammen mit einem Schönheitschirurg wurde ein Produkt aus der Retorte geschaffen, das seine Hüften in gekonntem Gang dem Betrachter entgegenschwingt, der zwischen modisch anmutender Faszination der grazilen Verführung und ablehnender Haltung gegenüber so viel Cliché schwankt.

Dank an: Dr. Ulrike Lehmann und Thomas Schulte.

Infos: www.bernhardknaus-art.de

Art Forum Berlin, vom 18. - 22. September 2004, Halle 20 Stand Nr. 556
Art Cologne 2004, vom 28.Oktober - 01. November 2004

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