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Gruppenausstellung: Konstruktion der Landschaft in der aktuellen Fotografie (vorbei)

12 Mai 2006 bis 25 Juli 2006
 
 
  Galerie Obrist

Galerie Obrist
Kahrstraße 59
45128 Essen
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)201 72 66 203
www.galerie-obrist.de


Gosbert Adler | Carsten Behler | Helge Emmaneel | Regine Bungartz | Anke Grams | Volker Heinze | Henning Maier-Jantzen | Simone Nieweg | Peter Schlör | Thomas Zika u.m.

Vernissage:
12. Mai 2006, 19 Uhr

Caspar David Friedrich, der wie kein zweiter die romantische Sehweise auf Landschaft geprägt hat, ist bei GAM Anlass zu einer Sichtung aktueller Positionen zu diesem Thema. Während im Museum Folkwang eine umfassende Retrospektive zu Friedrich zu sehen ist, zeigen wir Landschaftsbilder aus dem Blickwinkel zeitgenössischer Fotografen.

Landschaft war der zentrale Topos der romantischen Malerei. In der aktuellen Kunst spielt die Landschaftsmalerei eine eher untergeordnete Rolle. Es sind die Fotografen, die heute neue Blickweisen in die Landschaft ermöglichen. Dabei gibt es Positionen die explizit oder implizit an romantische Darstellungen anschließen, andere die genau das nicht wollen.

Auf die klassizistische Interpretation des Menschen als Maß aller Dinge antwortete die romantische Malerei mit der Darstellung einer übermächtigen Natur, welcher der Mensch letztlich ausgeliefert ist. Der Mensch, der die Natur wahrnimmt und empfindet, ist in seiner proportionalen Nichtigkeit stets mit im Bild. Im Zeitalter von Ozonloch und Tsunami ist dieses Verhältnis noch immer aktuell. Wie geht nun der heutige Fotograf damit um? Die Fotografie suggeriert uns vielfach, dass wir einer wirklichen Landschaft gegenüber stehen, oder doch einem der Wirklichkeit entnommenen Ausschnitt. In einigen künstlerischen Positionen wird aber gerade diese Gewissheit verraten, indem sie durch digitale Bearbeitung und Montage vermeintliche Bildwirklichkeiten inszenieren. Daneben bestehen weiter Positionen, die sich direkt mit der romantischen Interpretation von Landschaft auseinandersetzen, oder an ihr reiben. Der naturerfahrende Mensch findet sich allerdings kaum mehr im Bild, sondern vor ihm, - als Betrachter -, oder hinter der Kamera, - als Fotograf.

Das zentrale Anliegen der Ausstellung ist die Darstellung eines Möglichkeitsraumes über Landschaften. Es geht um die Objektivität dessen, wie eine Landschaft gesehen werden könnte, nicht allein um ihre reale Abbildung. "Konstruktion der Landschaft" bezieht sich darauf, wie Fotografie in verschiedenen konstituierenden Verfahren mögliche Sichtweisen auf Landschaft realisiert. Dadurch kommt zum Vorschein was unvermittelt verborgen bleibt, die Ungewissheit des Erfassbaren.

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