| |
 Kristina Girke, "Der Hirte", 2006, Mischtechnik/Leinwand, 260 x 200 cm | | |
Kristina Girke, "Kulturschäden"
11. November 2006 - 13. Januar 2007
Eröffnung: 11. November 2006 19 - 21 Uhr
Die Galerie Michael Schultz präsentiert neue Arbeiten von Kristina Girke. Unter dem Titel "Kulturschäden" fasst Girke ihre neue Werkreihe in Mischtechnik auf Leinwand zusammen.
Die Malerin entführt den Betrachter ihrer Arbeiten in eine phantastisch visualisierte Reise durch Raum und Zeit, Traum und Wirklichkeit. Ihre skulpturalen Figuren erinnern an barocke Putten bzw. Figuren aus dem Rokoko. Gleichzeitig lässt ein intensiv farbig gestalteter Hintergrund, der geometrische Muster und Ornamente aufweist, die Bildkomposition in einem modernen Kontext erscheinen. Die Figuren und schattenhaften Wesen geben den Blick auf geplatzte Farbschichten und eine dadurch spröde anmutende Leinwand frei, die an altmeisterliche Malerei erinnert.
Eine gekonnte Verknüpfung von Motiven und Ideen unterschiedlicher Stilrichtungen in der Kunst lassen Girkes Kompositionen poetische Gleichnisse erzählen. Die Figuren sind collagenhaft in den Gesamtentwurf des Bildes integriert, wodurch ihre Existenz im Bild rätselhaft und entpersonalisiert wirkt. Die herausragend klare, lebendige Farbigkeit und das gleichmäßig farbige Ausleuchten der gesamten Komposition verfremden die Schauplätze der Szenen. Trotz des dominanten Farbenspiels der Muster und Ornamente vermag der Betrachter Elemente einer Landschaft zu erkennen, die an frühere Bildreihen Girkes erinnern.
1968 in Halle an der Saale geboren, studierte Kristina Girke von 1994 bis 2001 freie Kunst und Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sie schloss ihr Studium mit einem Diplom bei Katharina Grosse ab und absolvierte 2002 den Meisterschülerabschluss an der Kunsthochschule. Bis 2005 hatte Girke einen Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Fachbereich Malerei. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. |