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 Leif Trenkler | | |
Es sind magische Momente, die Leif Trenkler in seinen Bildern festhält, und ihre Magie liegt darin, dass sie als genau das kenntlich werden: als Momente. Als kleinste Elemente einer Strecke, die keinen Anfang hat und kein Ende. Augenblicke nur, mehr haben wir nicht. Drei Sekunden lang empfinden wir ein Jetzt, so haben Hirnforscher errechnet, dann taucht die Welt in Vergangenheit. Bei Trenkler geht es entschieden schneller. Wie in Stein gemeißelt schießen Raketen aus dem Staub einer grauen Endlosigkeit, und welche Zeitspanne ließe sich knapp genug definieren, um einen roten Kanarienvogel so stählern starr in der Gegenwart zu fixieren, wie Trenkler es auf seinem zehn Meter breiten Panorama aus dem Hyde Park tut? Wer sich auf den Gedanken einlässt, erlebt einen Schock: So schnell ist das alles vorbei. Ein Flügelschag, ein Nachmittag (schon wachsen die Schatten), ein Sommer (schon färbt sich das Laub), eine Kindheit, das Leben. Nichts war, und nichts wird sein. Keine Geschichte, keine Bestimmung, nur zitterndes Licht und Illusion. |