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Einzelausstellung: LISA JUNGHANSS - Komplize (vorbei)

9 Januar 2009 bis 14 Februar 2009
  LISA JUNGHANSS - Komplize
Lisa Junghanß
 
  Galerie Martin Mertens

Galerie Martin Mertens
Linienstraße 148
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 (0)30 - 440 433 50
www.martinmertens.com


Liebe Freunde der Galerie,

wir möchten Sie ganz herzlich einladen zur Eröffnung der Ausstellung:

LISA JUNGHANSS- Komplize

Lisa Junghanß
arbeitet nicht nur mit den Medien Film/Video und Fotografie. Sie bewegt sich auch seit vielen Jahren im Gebiet Text/Literatur und Textcollage. Ihre Texte wie auch ihre Filme sind rätselhafte Collagen, scheinbar zusammenhanglose Fetzen aus Sprache oder Bild, in denen sich der Betrachter verlaufen kann, ja regelrecht umherirrt. Bewusst spielt sie mit dem Mittel der Antiinformation, der Überzeichnung, aber auch bildnerischer wie sprachlicher Überinterpretation, und lässt das vermeintliche Geschehen ins Nichts laufen, verweigert dem Betrachter das Verständnis. Es ist ein labyrinthisch, mäanderndes Collage-Spiel.

"...ein ungeheures Gewimmel von Empfindungen, Bildern, Gefühlen, Erinnerungen, Impulsen, winzigen versteckten Handlungen, die keine innere Sprache ausdrückt, die sich gegenseitig vor der Schwelle des Bewußtseins bedrängen, sich zu kompakten Gruppen zusammenschließen, plötzlich auftauchen und sogleich wieder zerfallen, sich anders zusammensetzen und in neuer Form wieder erscheinen, während in uns der ununterbrochene Strom der Wörter abläuft gleich dem Streifen, der ratternd aus dem Spalt des Fernschreibers hervorkommt." (Nathalie Sarraute: Zeitalter des Mißtrauens, Frankfurt/ Main, 1975, S.64).

Die Filmcollagen von Lisa Junghanß entstehen aus zusammengestellten Fragmenten zuvor filmisch dokumentierter Performances. "Als Loops projiziert erzeugen die Videocollagen ein nicht-narratives Szenario. [...] Die Arbeiten zeigen die Künstlerin in nicht genauer interpretierbaren Situationen, die zwischen Traum, Phantasie und Wirklichkeit changieren. Häufig handelt es sich um Figuren, die halb Mann und halb Frau, mit ihrem Alter Ego in einer Mischung aus Verzehren, Vernichtung und Einverleibung zu ringen scheinen. [...] Junghanß' Ansatz artikuliert Performance als Bemühen, das Reale darzustellen, wie es sich z.B. im Ekel, Horror, Begehren oder Traumatischen artikuliert. Dieses mit der Psychoanalyse von Lacan verbundene 'Reale' entzieht sich jeglicher Symbolisierung und macht sich vielmehr im konstitutiven Mangel für eine Symbolisierung bemerkbar: Entscheidender wird damit, was nicht dargestellt werden kann und was nicht im Bild ist. Beim Rezipienten stellt sich ein Zustand der Wagheit oder Verunsicherung ein, da er mit Symptomen konfrontiert ist, die er nicht eindeutig zu interpretieren vermag." (Anna-Catharina Gebbers, Berlin, 2008)

Eröffnung: Freitag, 9.01.2009, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 9.01.09 - 14.02.09


News

• Noch bis zum 01.02. ist die Ausstellung „You promised me" von Miriam Vlaming in der Kunsthalle Mannheim zu sehen.
Zu dieser Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der zum Vorzugspreis von 28,- statt 35,-€ über die Galerie zu bestellen ist.

• Im Rahmen der Jubiläumsausstellung des Fresnoy im Grand Palais Paris wird Sébastien Caillats Arbeit „Histoire Sans Gravité" in der Galerie Schirman & de Beaucé, Paris gezeigt. Noch bis zum 17.01.2009.

Herzliche Grüsse,
Martin Mertens

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