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Einzelausstellung: Lorenz Estermann - Virtual Reactor (vorbei)

3 November 2012 bis 22 Dezember 2012
  Lorenz Estermann - Virtual Reactor
Lorenz Estermann
 
  alexanderlevy

alexanderlevy
Rudi Dutschke Str. 26
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 25 29 22 21
alexanderlevy.net


Die Galerie alexander levy freut sich sehr mit der Ausstellung Virtual Reactor neue Werke von Lorenz Estermann zu präsentieren.

Neben neuen Skulpturen, Fotografien und Papierarbeiten, wird der Film >METROPOLAR - Dark City< zum ersten Mal vorgestellt. Für den Film hat Estermann im letzten halben Jahr ein aufwendiges Filmset entworfen, um seine Skulpturen emotional erfahrbar zu machen.

METROPOLAR - Dark City Trailer:

http://www.alexanderlevy.net/Press/METROPOLAR_trailer.mp4

"Lorenz Estermann siedelt seine Kunst zwischen Architektur, Plastik und Malerei an. Es sind Modelle von imaginären Architekturen, die Estermann zunächst aufgreift und modellartig in unterschiedlichen Materialien (Holz, Metall, Karton, etc.) umsetzt. Er bemalt sie auf für die Architektur unübliche Weise, wodurch sie eher zu dreidimensionalen Gemälden werden. Auch ihre Funktionslosigkeit - würde man sie sich in entsprechender Dimension vorstellen - ist gestört, wodurch sie zu skulpturalen Gebilden werden.

Wie soll ein Haus aussehen und wie dagegen eine Skulptur? Man sollte in das eine hineingehen können und sollte die andere umschreiten können - zumindest ist so die herkömmliche Vorstellung.

DieKunstentwicklung seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts im Schatten der Avantgarde zeigt uns aber, dass dem nicht so sein muss. Objektkunst und visionäre Überlegungen innerhalb der Architektur haben die Codes verschoben und lassen andere Realitätsformen zu.

Das Modell wird bei Estermann mit dem Bild gleichgesetzt. Die Modelle, wie die Bilder sind Vehikel der Einbildungskraft, die zum Teil Metaphoriken entstammen, die sich tief in den Betrachtern und ihrer Erfahrungswelt niedergeschlagen haben. Das Exemplarische des Modells erschließt etwas ansonsten Unzugängliches. Das Modell liefert Maßstäbe und Beweisgründe, ermöglicht Orientierung und Analogien. Dem Laien ermöglicht es darüber hinaus Fassbarkeit, es bietet Anschlüsse an ein üblicherweise nahezu verschlossenes Wissen. Im Modell wird eine Ressource des Menschen angesprochen, die der Realität auf Dauer standhalten kann: seine Phantasie.

Estermanns dreidimensionale Gebilde, die er auch in collageartigen Bildern umsetzt, lassen den Betrachter genau in diese Zwischenräume blicken, die jenseits der Kategoriesierungen von Kunst existieren.

Wir kennen alle die auf Halden abgestellten Telefonzellen, die Wartehäuschen und temporären Zweckarchitekturen im Gewerbebau, die teilweise in den schrillsten Farben bemalt sind. Einem Gedanken der "Realkunst" folgend, wird somit zufällig Gesehenes in der Kunst inhaltlich neubesetzt. Die Kunst hat die Möglichkeit nach der Semantik des Gesehenen zu fragen und dadurch Deutungsversuche zu unternehmen. Im Fall von Lorenz Estermann kann man sich nun fragen, wo seine Kunst angesiedelt ist. Er zeigt uns die Übergänge von einer zur anderen Disposition - von der Malerei zur Skulptur und weiter zur Architektur."

Günther Holler-Schuster,
Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Galerie.

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