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Gruppenausstellung: "Lost and found/Wiedergefunden" (vorbei)

25 August 2009 bis 24 September 2009
  Larry Rivers
Larry Rivers
Fred and Ginger
Lithography and 3D Construction, 87 x 75 cm
1999
 
www.hilger.at Hilger modern

Hilger modern
Dorotheergasse 5
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)1 - 512 53 15
www.hilger.at


Die retrospektiv angelegte, umfangreiche Werkschau der österreichischen Künstler Christian Ludwig Attersee, Georg Eisler, Alfred Hrdlicka, Markus Prachensky, Arnulf Rainer und der Pop-Protagonisten ERRÓ, Allen Jones, Jacques Monory, Mel Ramos, Larry Rivers, Donald Sultan und Andy Warhol wird unter dem thematischen Gesichtspunkt „Lost and found/Wiedergefunden" subsumiert. Die Ausstellung soll einen Einblick in das facettenreiche Repertoire der Galerie Ernst Hilger geben. Das künstlerische Schaffen jener Künstler soll beleuchtet werden - der Blick zurück soll den Blick nach vorne öffnen und eine Basis für eine Neuentdeckung der gezeigten Werke bieten. Dem Vergessen darf kein Raum gegeben werden. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt der stilistischen und technischen Kunstproduktion und schafft eine Interaktion zwischen Kunstwerk, Betrachter und Raum. Malerei und einige, pointiert eingesetzte, sinnvoll ergänzende Arbeiten in anderen Techniken machen diese Ausstellung zu einer visuellen Herausforderung durch kunsthistorische, massenmediale und popkulturelle Zugänge. Über verschiedene Bildsprachen wird mit dem Betrachter kommuniziert. Bedeutsam sind die Werke - unter anderem - weil sie gegen die Vergänglichkeit ankämpfen und als Erinnerungsstücke in den Gedankenpalast des Rezipienten Eingang finden.

Attersee wurde als Christian Ludwig im August 1940 in Preßburg, dem heutigen Bratislava, geboren und erlangte Bekanntheit als Pop Art- und Aktionismuskünstler. Er ist einer der vielfältigsten Künstler Österreichs da er neben dem Malen auch als Musiker, Schriftsteller, Objektmacher, Bühnenbildner, Filmproduzent und Designer tätig ist.

Georg Eisler (geb. 1928 in Wien, gestorben 1998 in Wien) erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen darunter den Österreichischen Staatspreis für Malerei und die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien. Er lehrte an verschiedenen Hochschulen in Berlin, Hamburg, Stanford.

Alfred Hrdlicka (geb. 1928 in Wien) ist Österreichs großer Bildhauer, Zeichner und Druckgrafiker. Hrdlickas Kunst ist eine stets körperliche, irdische, erfüllt von Trieben, Sexualität und Gewalt, ohne Verharmlosung und schönende Schminke. Er beherrscht souverän die Sprache der Übertreibung, des Manierismus, der Kern bleibt jedoch immer die Wahrheit.

Markus Prachensky (geb.1932 in Innsbruck) gilt als eine der führenden Persönlichkeiten der österreichischen Avantgarde. In den Serien der 1990er Jahre findet der Künstler eine Rückkehr zum alles dominierenden Rot. Die Werke zeichnen explosionsartige Farbspritzer aus.

Arnulf Rainer (geb. 1929 in Baden) verließ die Hochschule für Angewandte Kunst und die Akademie der Bildenden Künste nach unüberwindbaren künstlerischen Differenzen. Von diesem Moment an bildete er sich autodidaktisch weiter, beeinflusst von Jackson Pollock, Jean Paul Riopelle und Wols. Er wandte sich vom fantastischen Surrealismus ab und wendete sich abstrakten Mikrostrukturen zu.

Jacques Monory (geb. 1934 in Paris) war einer der ersten Maler der französischen figuration narrative Bewegung in den 1960ern. Er hatte zahlreiche Ausstellungen und internationale Veranstaltungen in Paris, Mailand, Rom, Brüssel, Amsterdam, Zürich, Genf, Berlin, Köln, Hamburg, Lunds, Bergen, Reykjavik, Venedig, New York, Chicago, Washington, London, Tokio.

Mel Ramos (geb. 1935 in Sacramento, Kalifornien) Arbeit ist selbst-referenziell, reflektiert über Kunst und Kunstproduktion mit einem gewissen Maß an Ironie und Sarkasmus - bezogen auf seine humoristischen Parodien von berühmten Kunstwerken. Elemente und Persönlichkeiten aus der Popkultur und den Massenmedien dienen Ramos als Inspiration und als Modelle.

Erró (geb. 1932 in Olafsvik, Island) sieht die Malerei als Plattform für Reflexion und Provokation ("the pleasure of being able to talk back and provoke"). In seinen Collagen vermischt er die Konsumwelt mit Kunstgeschichte, politische Propaganda mit dokumentarischen Fotografien.

Larry Rivers, der in New York geborene Maler, Bildhauer und Musiker (geb. 1923 in der Bronx, New York, gestorben 2002 in Southhampton)wurde von Kritikern als revolutionärer Charakter verstanden, weil er sich allen traditionellen Bewegungen entgegenstellte, um den Status Quo zu hinterfragen. Seine subversiven Ideen sind Teil der zeitgenössischen Kunst geworden. Er gilt als einer der Gründerväter der Pop-Art.

In den späten 1970ern, frühen 1980ern legte der amerikanische Künstler Donald Sultan (geb. 1951 in Asheville, North Carolina) die Grundsteine für sein künstlerisches Schaffen, indem er in seinen Arbeiten konzeptionelle, figurative Zugänge mit industriellen Materialien verband.

Andy Warhol (geb. 1928 in Pittsburgh, gestorben 1987 in N.Y.C., USA) genoß eine erfolgreiche Karriere als kommerzieller Künstler. In den frühen Jahren seiner Karriere kürzte er seinen Namen auf "Warhol" ab. Die 1960er Jahre waren eine unglaublich produktive Zeit für Warhol. Die Populärkultur diente ihm als Inspirationsquelle. Er schuf viele Werke, die als Ikonen der Kunst des 20. Jahrhunderts gelten - wie beispielsweise die Campbell's Soup Cans, Disasters und Marilyns.

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