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Gruppenausstellung: Marc Lüders / VLAD - Im Rahmen der triennale der photographie (vorbei)

23 Mai 2005 bis 30 Juni 2005
  Marc Lüders / VLAD - Im Rahmen der triennale der photographie
Marc Lüders
 
  LEVY Galerie

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Osterfeldstrasse 6
22529 Hamburg
Deutschland (Stadtplan)

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Marc Lüders – Photopicturen
VLAD – Lichtbildpanoptikum


In dieser Ausstellung zeigen wir dem Besucher zwei unterschiedliche zeitgenössische künstlerische Positionen, die beide ihren Ausgangspunkt im Medium der Photographie besitzen.

Marc Lüders verbindet in seinen Arbeiten die Mittel der Fotografie und der Malerei zur Kunstgattung der Photopictur (pictura = lat. Malerei; Gemälde). Der Gewinn an künstlerischen Ausdruckspotentialen, der damit entsteht, erschließt sich zunächst über die Charakteristika der Ausgangsmedien: Im Wesen der Fotografie liegt es, Ausschnitte der Realität zu zeigen. Bestimmte Perspektiven, Beleuchtungen und gegenständliche Arrangements können dabei hergestellt werden. Der Fotografie haftet jedoch ein grundlegender dokumentarischer Wert an – das Foto liefert immer auch den Beweis: Dies ist oder war real.

Die Malerei zeigt im Vergleich dazu nicht ein Stück Realität, sondern schafft eines. Sie bildet nicht ab, sondern ist selbst das Bild, beweist nichts – außer eben sich selbst. Zugleich ist die Kulturtat eine andere, entgegengesetzte: Der Künstler fängt nicht ein äußeres Bild ein, er trägt ein Bild – sein inneres Bild – aus sich heraus.

In Verbindung von Fotografie und Malerei begegnen sich die Möglichkeiten, äußere Realitäten zu Bildern und innere Bilder zu äußerer Realität zu machen. Damit entsteht eine zentrale und in ihrer Qualität einzigartige Option für künstlerischen Ausdruck: Dem Spiel mit der ungreifbaren Spannung von Realität und Surrealität, mit Objektivität und Subjektivität, Außenwelt und Innenwelt, Natur und Kultur.

Das Anliegen, mit der Fotografie die Natur zu malen, nimmt Lüders quasi wörtlich, wenn er Teile der von ihm aufgenommenen Natur mitdenkt, aber erst in einem zweiten Verfahrenschritt in das Bild hineinmalt. Dabei unterliegen die differenten Medien einer immer wiederholten Hierarchie:
die Fotografie bildet den Hintergrund, während das zentrale Bildmotiv malerisch dargestellt wird. Die zeitliche Abfolge ist umgekehrt. Diese zeitliche Verschiebung und räumliche Klärung lässt beide Medien miteinander verschmelzen.

Wenn Lüders auf diese eigene Art und Weise einen Illusionismus erzeugt, verweist er damit auf die Flut technisierter Bilder, die uns täglich umspült und ebenso Illusionen vorgibt, die nicht immer dem Realen entsprechen.

In 2005 nimmt Lüders mit 5 Exponaten im Museum of Contemporary Photography, Chicago an einer Gruppenausstellung (26. Mai-21. Juli) teil und das Wilhem-Hack-Museum, Rudolf-Scharpf-Galerie, Ludwigshafen widmet dem Künstler seine erste Museumseinzelaussttellung (16. September- 13. November).

Der 1970 in Moskau geborene Vlad lässt den Betrachter an seiner Russischen Seele, seiner unerschöpflichen Neugierde, seinem tiefschürfenden Humor und seiner kompromisslosen, unbestechlichen Sicht der Welt teilhaben. Vlads mit viel Witz und Ironie geschaffenen Lichtbilder schicken den Betrachter auf eine Reise in die Wunderkammern der Renaissance und Photographie. Die Lichtbilder sind in Lith-Technik hergestellt und teilweise selengetont.

Eröffnung: Montag, den 23. Mai von 19:00 – 21:00 Uhr

Einladungskarte Marc Lüders als pdf-Datei 66,1 KB

Einladungskarte VLAD als pdf-Datei 49,7 KB

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