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Einzelausstellung: Marcia Raquel Székely - Kreisarbeiten I und II (vorbei)

1 Dezember 2012 bis 20 Januar 2013
  Marcia Raquel Székely - Kreisarbeiten I und II
 
www.michaelahelfrich-galerie.de Michaela Helfrich Galerie Berlin

Michaela Helfrich Galerie Berlin
Herrfurthstr. 29
12049 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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In der Werkgruppe kreisarbeiten I und II steht der Kreis im Mittelpunkt: der Kreis mit seinen geometrischen Eigenschaften und der Kreis als wiederkehrende Form im Universum, aber auch der Kreis als Metapher. In der Arbeit Marcia Raquel Székelys treffen Literalität und formalistische Auseinandersetzung auf einen kontemplativen und persönlichen Ansatz. Darüber hinaus tragen die Werke Székelys das Element der Zeitlichkeit in sich, betonen sowohl die Zeit des Schaffensprozesses als auch die Zeit der Wahrnehmung durch den Betrachter.

Die geometrischen Elemente Punkt, Gerade und Kreis dienen häufig als Ausgangspunkt für die Arbeiten Székelys. In ihren oftmals in Reihen angelegten Arbeiten geht die Künstlerin den Eigenschaften dieser Elemente nach, erkundet sie durch eine beständige Auseinandersetzung.

Wiederholung zieht sich als Prinzip durch viele Arbeiten Székelys hindurch. Wiederholung der Linie in einem einzelnen Werk, aber auch Wiederholung einer speziellen Untersuchung innerhalb einer Werkreihe. Wie in den Arbeiten Eva Hesses und Agnes Martins aus den 1960er Jahren ist auch bei Székely das jeweils durch Wiederholung gekennzeichnete Werk nicht im Zusammenhang mit der Kritik an die Aura des Einzelnen zu verstehen, sondern in Bezug auf andere Versionen seiner Selbst.[1]

Serialität steht in den Arbeiten nicht in Bezug zu den Bildern oder Materialien der Massenkultur (so wie etwa in minimalistischen Ansätzen), sondern ist viel mehr als Ausdruck individueller Erkundung zu verstehen.

Trotz der Abstraktion tritt im Werk Székelys ein persönliches Element hervor, im Sinne des nachvollziehbaren Kontakts zwischen Künstlerin und Werk und in der Auseinandersetzung mit Fragen des Menschseins.



Auszug aus dem Katalogtext von Chiara Marchini Camia



[1] Vgl. Briony Fer, The infinite line. Re-making art after modernism, Yale University Press, New Haven und London, 2004, S. 3.

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