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Einzelausstellung: Mariana Vassileva: Spiegel/Licht (Fotografie und Video) (vorbei)

7 Mai 2005 bis 2 Juli 2005
  Mariana Vassileva
Mariana Vassileva
Spigellicht
 
www.dna-galerie.de DNA

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Auguststr. 20
10117 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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Mariana Vassileva transformiert Stillstand und Bewegung mittels visueller Darstellung in einen energetischen Einklang. Ihr Interesse gilt weniger dem physischen Akt des Bewegens an sich als vielmehr dem mentalen Prozess. Minimal verändert sie Objekte, Situationen oder Verhaltensweisen und stellt somit andere Bezugssysteme auf einer lyrischen Ebene dar. Ausgehend von einer emotionalen Bewegung gerät der Betrachter in eine fremdartige Vorstellungswelt und wird somit zur Sensibilisierung täglicher Veränderungen animiert.

In ihrem Video „Mirrorlight“ spürt Mariana Vassileva scheinbar isolierten Personen nach und beschreibt eine Form der gemeinsamen Annäherung. Mittels Licht-reflexionen versucht sie Menschen aus ihrer Einsamkeit zu befreien und mit ihnen zu kommunizieren. Schon Paul Watzlawik erkannte, dass es unmöglich ist, nicht zu reagieren: "Man kann nicht nicht kommunizieren". Lichtspiegelungen sind der erste Kontakt.

Mit ihrem Film „Journal“ lenkt sie die Aufmerksamkeit des Betrachters auf eine Reihe von aufeinander folgenden Dingen oder Ereignissen - auf Folgen verschiedener Berührungspunkte. Durch das Erfassen von Oberflächen von unterschiedlichen Materialien und Medien, reduziert sie die Distanz zur örtlichen und sozialen Umgebung.

„Jumping Man“, so benennt sie den Protagonisten ihres Videos, einen männlichen Springer in einem schwarzen Anzug, der mit jedem Sprung seinen alltäglichen Kontext überwinden möchte. Je höher der Sprung, desto erfolgreicher ist seine Performance in einem wilden Überlebenskampf.

Im Sog des Beobachtens, des Erfahrens bezeichnet Vassileva Außenwände von Gebäuden als Mauern und Grenzen, die sie umkreisen als Innenwände ihres Zuhauses. Emmanuel Levinas bemerkte zu diesem Zustand: „Man kann zwischen den Seienden alles austauschen, nur nicht das Existieren. In diesem Sinne heißt es, sich durch das Existieren isolieren. Insofern bin ich Monade. Durch das Existieren und nicht durch irgendeinen Inhalt, der unmittelbar in mir währt, bin ich ohne Tür und ohne Fenster.“

Mariana Vassileva benutzt diese Arbeitsweise des Isolierens seit langer Zeit: „Es gibt Sätze, Situationen, die mich nicht loslassen, als ob sie mir sagen wollten, dass ich sie in die heutige Zeit transportieren, „übersetzen“ muss. Die Arbeiten, die ich plane und ausführe, beruhen auf einer Erinnerung an meinen Vater. Vor 27 Jahren baute er ein Haus. Das Haus wurde gerade außen verputzt und ich stand mit meinem Vater auf dem Balkon und wir betrachteten ein Haus gegenüber, das sehr herunter- gekommen war. Mein Vater sagte dazu, dass man doch eigentlich nicht das eigene Haus verputzen sollte, sondern das Haus, auf das man täglich schaut. Diese Erinnerung überrollt mich immer wieder und ich interpretiere sie immer wieder anders.“

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