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Einzelausstellung: Marko Zink - schwimmer : in wäldern (vorbei)

14 Januar 2011 bis 12 März 2011
 
 
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Schleifmühlgasse 18
1040 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0) 1 920 77 78
www.galerie-stock.net


MARKO ZINK
schwimmer : in wäldern

schwimmer 14.01. - 13.02.2011
in wäldern 15.02. - 12.03.2011


VERNISSAGE schwimmer: Donnerstag, 13. Januar 2011 ab 19 Uhr

VERNISSAGE in wäldern: Dienstag, 15. Februar 2011 ab 16 Uhr

WO: NEXT DOOR galerie michaela stock , Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

schwimmer : in wäldern

"Einen stark optischen Kontrast zur Serie "Schwimmer" stellen die Serien "in wäldern" dar. Marko Zink betont durch seine Aufnahmeweise - das Filmmaterial wurde von ihm zuvor sowohl mechanisch als auch chemisch bearbeitet - und den gewählten Bildausschnitt die strenge vertikale Reihung der Baumstämme und deren spröde Strukturen. Das Thema "Wald" hat Marko Zink auf die Stumpfheit und Aggressivität der Baumrümpfe, die hier fast zu einer undurchdringlichen, harten Wand verschmelzen und wie Soldaten angeordnet sind, reduziert - fern von Einsamkeitsidylle. Menschliche Spuren sucht man scheinbar vergeblich; sie können aber wie auf einem Suchbild in Form eines Jägerstandes entdeckt werden." (…) "Gerade in der Gegenüberstellung dieser (…) Serien wird deutlich, dass durch die Aufnahmetechnik und den Blickwinkel die Motive bzw. das Bildpersonal eine Eigendynamik entwickeln.(…) Der Künstler macht den gewählten Wirklichkeitsausschnitt mit der Kamera zur Theaterbühne, auf der sowohl der Mensch seinen als auch paradoxerweise Gegenstände ihren Auftritt entwerfen können. Seine Fotografien spiegeln ganz im romantischen Sinn Sehnsuchtsräume. Dort, wo menschliche Akteure mitspielen, sind diese mit Humor verbunden: Denn der Mensch, der sich gerne ins Zentrum stellt, wird zum Wurmfortsatz der Natur degradiert."

Dr. Andrea Domesle (Textauszug aus dem Katalog Marko Zink "Es ist so" von Dr. Andrea Domesle, 2008)

schwimmer
"Elegante Stöckelschuhe, die am Meeresboden dahinspazieren. Eine Baseballkappe, die wie eine Qualle durchs Wasser treibt. Ein blaues Dirndlkleid, das in seiner Eleganz daherkommt, als wäre es Ophelia gerade eben vom toten Leib gerutscht. Eine Sporthose, die auf Flugfisch macht. Und mittendrin ein Künstler, der einige Meter vom Strand entfernt in den Fluten sitzt, um diese Bilder unter Wasser mit einer "Knipsknapskamera" (O-Ton Marko Zink) festzuhalten. Fünf Sommer lang ist Marko Zink für die Fotoserie "Schwimmer" nach Santorin gefahren, ausgerüstet mit einem Koffer voller Kleider und begleitet von einem Freund, der ihm bei dem Projekt assistiert hat, indem er die Kleidungsstücke vom Strand ins Wasser katapultierte. "Es geht bei der Serie um ein lebloses Objekt, das zum Subjekt wird", sagt er. "Für die ,Schwimmer' habe ich versucht, möglichst Massenartikel zu nehmen, deren Labels man wiedererkennt - Adidas oder H&M -, sodass sich beim Betrachter sofort eine gewisse Vertrautheit einstellt." In Szene setzt er das Ganze bevorzugt in der Früh. "Ich arbeite nur mit natürlichem Licht", sagt Zink. "Das Morgenlicht ist am schönsten und auch am geeignetsten. Da nehmen die Gegenstände, wenn sie im Wasser treiben, tierische Form an, sodass sich eine Hose buchstäblich wie ein Fisch zu bewegen scheint."

Johanna Hofleitner (Textauszug aus dem Artikel: "Marko Zink: Tierfreund" in "Die Presse - Schaufenster" am 16.02.2010 von Johanna Hofleitner)


in wäldern
"Ein Augenzwinkern, so kurz wie die Belichtungszeit der Kamera. Wie Nachbilder verhaken sich diese Photographien in den Synapsen unserer Bilderwelt. Kaum öffnet sich das Auge, das Objektiv wieder, ist alles anders" (…)
"Es ist so. Selbst der nackte Wald bietet keinen Halt für das rastlose Auge. Leer, kein Rückzugsort für romantische Gefühle. Fast ein Nichts; kein Ort, nirgends. Der Wald fasst hier nicht zusammen, sondern zerfällt, zerfranst. Die Bilder haben ausgedient als Projektionsfläche für sonst nicht Fühl-, Denk- und Erlebbares. Zink arbeitet nicht an (unserer) Verzauberung, lapidar stellt der Künstler fest, wie und dass es so ist. Dennoch ist dies eine Welt, die keinerlei Anspruch auf eine selbstständige Wirklichkeit stellt, zu keinem Zeitpunkt den Eindruck eines vom Künstler und seinen Ideen unabhängigen Da/Seins erwecken will. Gerade dass es sich um Situationen handelt, die erst durch den Künstler Realität annehmen, die inszeniert sind und eben nicht real, ohne jedoch die Idee der Inszenierung überzustrapazieren: dieses kluge Spiel mit Realität und Inszenierung, Wirklichkeit und Imitation, mit Präsenz und Absenz, macht die Qualität dieser Arbeiten aus."

Matthias Herrmann (Textauszug aus dem Katalog Marko Zink "Es ist so" von Matthias Hermann, 2008)

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