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Einzelausstellung: Martha Parsey - "All things bright and beautiful" (vorbei)

14 Mai 2004 bis 26 Juni 2004
  Martha Parsey -
Martha Parsey, All things bright and beautiful
 
  Galerie Jarmuschek+Partner

Galerie Jarmuschek+Partner
Halle am Wasser - Invalidenstrasse 50/51
10557 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.jarmuschek.de


MARTHA PARSEY


Die Überlagerung fiktiver Bilderwelten mit realen Räumen ist eine allgegenwärtige Erfahrung. Diese zugleich schwierige und spannende Situation ist ein Aspekt der ausgestellten Arbeiten von Martha Parsey. Sie sind kaum denkbar ohne Bildformen und Sehweisen, die Film, Fotografie und Werbung hervorgebracht haben, bleiben jedoch nicht in deren Bann. Sie scheinen vielmehr durch diese Medien hindurchgegangen zu sein, um Variationen auf ein beständiges Thema der Malerei vorzuführen: Die Spannung zwischen Figuren, imaginären Räumen, der Materialität und der unauflöslichen Oberfläche des Bildes.

„Ihre Protagonisten scheinen geradewegs Hochglanzmagazinen oder Werbefilmen entsprungen. Jung, schön und gelangweilt harren sie in spektakulären Posen ihrer Erlösung. Sie wirken wie Imitationen, zu denen es keine Originale mehr gibt.“
(Michael M. Thoss – im Katalog zur Ausstellung “home stories”, T-Systems Nova )

Sie versteht reproduzierte Bilder als zeitgenössische Realität. Ihre Bilder sind mit einem bunten Sortiment von Zeichen und Symbolen bedeckt – die zuweilen fast willkürlich erscheinen, oder einfach als Markierung für Raum innerhalb des Bildes verwendet werden. Als Ausgleich lässt Martha Parsey ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Geschichte des Bildes und eine bemerkenswerte malerische Fähigkeit in ihre Kunst einfließen.

Die populäre Bildwelt der Medien dient ihr dabei als Fundus für ihre großformatigen gemalten Montagen. Die Figuren und Motive erscheinen von ihrer ursprünglichen Bedeutung befreit und verfügbar. Ihre formale Aussagekraft wird ausgenutzt und die Oberfläche ihrer Erscheinung wird zum eigentlich Bedeutungstragenden Element. Dabei gelingt es der Künstlerin gerade durch die Aktivierung klassischer Stärken der Malerei den Betrachter atmosphärisch in ihren Bann zu ziehen.

Die 1973 in London geborene Künstlerin studierte an der Hochschule der Künste und der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Im letzten Jahr waren Ihre Arbeiten in einer Einzelausstellung im Ludwigforum Aachen zu sehen. Im Sommer 2002 widmet ihr das London Institut ebenfalls eine Einzelausstellung.

Der „filmische Blick“ in ihren Arbeiten entspringt vielleicht auch der Erfahrungen aus ihren eigenen Filmrollen, so z.B. als Winston Smiths (alias John Hurt) kleine Schwester in dem Film „1984“.

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