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Einzelausstellung: Martha Parsey - Milk of Human Kindness (vorbei)

3 Mai 2008 bis 14 Juni 2008
  Martha Parsey - Milk of Human Kindness
Martha Parsey
 
  Galerie Jarmuschek+Partner

Galerie Jarmuschek+Partner
Halle am Wasser - Invalidenstrasse 50/51
10557 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 28 59 90 70
www.jarmuschek.de


Martha Parsey
Milk of Human Kindness

Eröffnung am 02. Mai 2008 um 18 Uhr
Halle am Wasser/Invalidenstrasse 50 - 51
03.05. - 14.06.2008

Jarmuschek und Partner freut sich, mit Martha Parsey den neuen Standort der Galerie zu eröffnen. Die Galerie zeigt mit "Milk of Human Kindness" zum vierten Mal die junge britische Künstlerin in einer Einzelausstellung. Der Raum der neuen Kunsthalle neben den Rieckhallen des Hamburger Bahnhofs bildet den passenden Rahmen für eine umfassende Werkschau, welche die jüngste Entwicklung der Künstlerin präsentiert.

Martha Parsey (geb. 1973 in London, lebt und arbeitet in Köln) beschäftigt sich in ihrer Kunst mit dem Sex-Appeal heutiger Malerei, mit überkommenen Rollenzuweisungen und irrlichternden Selbstbildern des Menschen.

Die Frühen unter den gezeigten Bildern reflektieren und kommentieren perfekt die Oberfläche, die innere Leere und die High Society-Welt der neunziger Jahre. Ihre Protagonisten sind vor allem weiblich, bisweilen prominent und spielen ihre Rollen. Sie sind jung, schön, posieren vor uns mit Masken, Labeln und Waffen und wirken zu Tode gelangweilt.

In "Vaseline" (2000) wird der Betrachter als Voyeur entlarvt. Unser Auge wird mit einem martialischen Fadenkreuz-Piktogramm geschärft und zielt direkt auf den Unterleib einer rauchenden Blondine. Durch unsere Blicke wirkt die maskenhaft geschminkte Figur plötzlich verletzlich und entblösst, scheint aber dennoch dieser Blick-Penetranz standhalten zu können. Heute tritt an die Stelle einer Fülle von Details und Symbolen eine Reduktion auf das Wesentliche. Die verbliebenen Bildinhalte aber sind noch körperlicher und ihre Gesichter umso präsenter. Nach dem "Silbernen Zeitalter" mit der Arbeit "All things to All Men", das eine schwarze Frau in einer silbernen Rüstung zeigt, läutet Parsey nun mit den kupferfarbenen vier neuesten Arbeiten "Beyond the Pale", "Show your Mettle", "Copper-bottomed" und "Milk of Human Kindness" das "Ärene Zeitalter" ein, die das Zentrum der Ausstellung bilden. Das namensgebende Werk der Ausstellung scheint weniger von der modernen Welt beeinflusst, als von zeitloser Schönheit. Der Glamour in Parseys früheren Werken, der einst selbst zeitgenössische Hochglanzmagazine ironisch überprunkte, stammt jetzt einzig von der glänzenden Kupferfarbe eines mit Milch gefüllten Kruges. Zwei Frauen mit kupferrotem Haar zwischen Vamp und Göttin tragen diese "Milk of Human Kindness" gemeinsam, bis der Betrachter gewahr wird, daß er in dem geschauten Spiegelbild der vermeintlichen zweiten Frau bloß einer Projektion begegnet.

Martha Parsey studierte am Central St. Martins College in London Art & Design, danach Audio-Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste und Regie und Produktion an der Deutschen Film- und Fernsehaka-demie in Berlin. Ihre Malerei sorgte in zahlreichen Ausstellungen etwa bei Eleven Fine Art (2006) oder bei Jeffrey Charles in London (2003), im Ludwig Forum in Aachen (2000), in Barcelona, Köln, Bochum, Zürich und Berlin für Aufsehen. Auch als Schauspielerin und Regisseurin bekannt, drehte sie zahlreiche Kurzfilme, u.a. 98 im Centre Pompidou einen Film über Francis Bacon. Als sehr britischer Ritterschlag durfte bisher zurecht die umfassende Retrospektive "Martha Parsey- Painting" im renommierten London Institute of Arts ihrer Heimatstadt 2003 gelten, die nun in Berlin mit der Ausstellung "Milk of Human Kindness" ihre entsprechende Fortsetzung erfährt.

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