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Einzelausstellung: Michael Laube - Stray Light (vorbei)

21 Januar 2012 bis 3 März 2012
  Michael Laube - Stray Light
Michael Laube, “10-11”, 2011
130 x 145 x 52 cm (3 parts)
Acrylic paint on acrylic glass
 
  Kuckei + Kuckei

Kuckei + Kuckei
Linienstraße (backyard) 158
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30-883 43 54
www.kuckei-kuckei.de


Vor 15 Jahren nahm Michael Laube Abschied von allen willkürlichen Formen. Die Linie ist von nun an Mittel und Vermittler seiner Arbeiten. Und obgleich es wie ein Widerspruch scheint, wird die klare Begrenzung zu einer großen Freiheit, die unendliche Variationen zulässt.
Seinem Werkstoff Acrylglas ist er stets treu geblieben, denn seine Arbeiten auf bis zu vier Bildebenen, spielen immer mit der räumlichen Tiefe. „Erzeugen und Verstecken" benennt er diese Technik und betont dabei, dass es ihm im Entstehungsprozess auf den spielerischen Ansatz ankäme. Beginnend bei seiner Grundfläche interagieren die Felder und Flächen miteinander und doch soll Glas als Glas sichtbar bleiben. Auf den Ebenen verbindet er Hard-Edge-Malerei und gestische Ansätze, die durch das Element der Linie kanalisiert werden.

Vor kurzem begann Michael Laube die Arbeit an einer neuen Serie von Werken. Sie eröffnen einen neuen Weg, indem die alte Konstante - die Linie - bewusst verlassen wird. Die neuen Arbeiten sind eruptiv, unerwartet und lassen weit größeren Raum für Assoziationen, begeben sich dennoch nie in eine endgültige Deutungsrichtung.
Wegbereiter der neuen Serie ist eine Arbeit außerhalb seines gewohnten Genres der Malerei. Mit „10-11" überschreitet Michael Laube die Grenze zur Plastik und nimmt in den folgenden Arbeiten wieder organischere Formen in sein Repertoire auf. Von hier aus befreien sich die Formen innerhalb gewohnter Formate und entwickeln eine neue Kraft, die sich in den ersten Arbeiten wie „27-11" zeigt.
Die Bildfindung seiner neuen Arbeiten gestaltet sich ungleich komplizierter und der Arbeitsprozess verlängert sich dadurch um das Vier- bis Fünffache. Als unerwartet erweist sich, dass die einmal befreite Linie schwerer zu beherrschen und zu kombinieren ist. Doch auch für die neue Serie gelten die erprobten Arbeitsweisen, die iterative Arbeitsidee und kaum wahrnehmbare Imperfektionen des malerischen Prozesses.

In seiner aktuellen Ausstellung „STRAY LIGHT" wagt Michael Laube die Gegenüberstellung beider Serien. Im Aufeinandertreffen der Serien werden Gemeinsamkeiten wie Unterschiede verstärkt und beantworten vielleicht sogar die Frage nach einer künftigen Orientierung. Die Linie war, ist und bleibt Teil seiner ästhetischen Instrumente und wird nun noch durch sein neues Formvokabular ergänzt.
Für Michael Laube ist es die Reise in ein neues Land. Verbunden mit neuen Eindrücken, ungewohnten Einsichten, fremden Wegen oder vertrauten Zeichen und getragen von der Freude am Experiment und dem Reisen ohne Reiseführer.

Jill Leciejewski

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