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Einzelausstellung: Michael Müller - 1 m2 ins Schwarze hinein (vorbei)

12 November 2005 bis 14 Januar 2006
  Michael Müller - 1 m2 ins Schwarze hinein
Michael Müller
 
  GALERIE URSULA WALBRÖL

GALERIE URSULA WALBRÖL
Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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www.galerie-walbroel.de


Michael Müller

12. November 2005 - 14. Januar 2006

"1 m2 ins Schwarze hinein"

Ausstellungseröffnung:

Samstag, 12. November 2005 - 18 bis 20 Uhr

Anfang letzten Jahres wurde Michael Müller zum ersten Mal mit einem Zeichenprojekt im Kabinettraum der Galerie vorgestellt: Eine Serie von Blättern der von ihm geschaffenen Schrift „K4“.
In der kommenden Ausstellung, dieses mal im großen Raum, wird die Gelegenheit geboten, sich einen Überblick über die verschiedenen anderen Bereiche dieser atem beraubenden zeichnerischen und schreiberischen Produktion zu verschaffen.
Wie genau kann Imagination sein, wenn als Anhaltspunkt nur das eigene Bildgedächtnis zur Verfügung steht? Das besondere Talent Müllers könnte am leichtesten darin zu sehen sein, wie es ihm immer wieder gelingt, für komplexe wahrnehmungs- und wissenstheoretische Sachverhalte eine geradezu physisch „einleuchtende“ Umsetzung ins Graphische zu finden. In seinen zeichnerischen Projekten – den kartographischen Zeichnungen, den Wolkenbildern, den „Porträts“ von Gegenständen – geht es nicht um eine realistische Nachahmung einer als Norm gesetzten Außenwelt. Sondern um den Versuch, dem Zeichnen jenseits seiner medialen Zuschreibungen neue Betimmungen als Erkenntnistechnik zu geben. Das zeigen auch seine Arbeiten zur Schriftgewinnung und Schriftübertragung sowie zur Visualisierung mathematischer Probleme.
Nach seinem Studium an der Düsseldorfer Akademie in der Klasse von Magdalena Jetelova hat sich Michael Müller mit einem Projekt zur Darstellung der so genannten „Ulam-Zahlen“ - eine sich ins Unendliche erstreckenden Versuchsanordnung zu einer spezifischen Zahlenfolge – beschäftigt, das in der aktuellen Ausstellung ebenfalls zu sehen sein wird. Müllers präzise schöpferische Phantasie, das wird an allen diesen Arbeiten deutlich, richtet sich in einem langwierigen, aber von faszinierenden Ergebnissen belohnten Konzentrationsakt nach innen, auf die Erinnerungsbilder, auf jenes räumliche Vorstellungsvermögen, das zumindest vom Ansatz her in der Lage ist, der Form der Gedanken nachzuzeichnen. Der Künstler bedient sich dabei eines konzeptuell bestimmten Idioms, das vorwiegend mit Hilfe von aufopferungsvoll ausgedehnten Graphitzeichnungen Form erhält.
Zu entdecken sind seine Zeichnungen fiktiver Landkarten, wie sie in der Ausstellung „Die Sehnsucht des Kartografen“ im Kunstverein Hannover zu sehen waren, sowie eine weitere Ansicht seines „K4“-Projekts, das inzwischen mehr als 360.000 Zeichen umfasst.
Zur Ausstellung von Michael Müller erscheint als erste größere Publikation dieses Künstlers ein reichhaltig bebilderter Katalog mit Texten von Clemens Krümmel und Tobias Vogt.

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