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Einzelausstellung: Michail Tschernischow - ANGRIFF - Russische Avantgarde (vorbei)

23 August 2002 bis 13 Oktober 2002
 
 
  ifa-Galerie Berlin

ifa-Galerie Berlin
Linienstr. 139/140
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 28 44 91 40
www.ifa.de


Mit der Ausstellung "Angriff - Michail Tschernischow - Arbeiten von 1961 bis 2002" setzt die ifa-Galerie Berlin die Reihe "Russische Avantgarde" fort, die in loser Folge wichtige Kuenstlerinnen und Kuenstler vorstellt, die in der Untergrund-Kunstszene der sowjetischen Gesellschaft agierten. In dieser Reihe waren Einzelausstellungen von Igor & Svetlana Kopystiansky im Jahr 1998, von Dmitri Prigov 1999 und 2001 von Viktor Pivovarov zu sehen.

Michail Tschernischow, 1945 geboren, war in den 60er Jahren der juengste und zugleich eigenwilligste und radikalste der russischen Avantgarde-Kuenstler Moskaus; die ifa-Galerie Berlin zeigt in Zusammenarbeit mit der Galerie Sandmann die erste Retrospektive des heute in New York lebenden Kuenstlers. Der Titel der Ausstellung "Angriff" hat in juengster Zeit Brisanz und Aktualitaet erlangt; Tschernischow setzte sich jedoch schon seit Beginn seiner kuenstlerischen Arbeit mit militaerischer und staatlicher Gewalt auseinander. Er widmet sich der Untersuchung geometrischer Formen, die er bewusst in Fortfuehrung des russischen Suprematismus durchfuehrt; dabei thematisiert er vor allem den sowjetischen Militarismus und den Zusammenhang von Macht und Zeichen. Seine Radikalitaet und Unangepasstheit brachten ihm mehrere Aufenthalte in sowjetischen psychiatrischen Anstalten ein; 1980 konnte er schliesslich in die USA uebersiedeln.

1988 veroeffentlichte Michail Tschernischow in New York unter dem Titel "Moskau 1961 - 1967" in russischer Sprache seine Ansichten zur Kunst und zu den geistesgeschichtlichen Zusammenhaengen, aus denen heraus sie entstanden ist. In intensivem Selbststudium erwarb er sich in sowjetischen Bibliotheken tiefgreifende Kenntnisse ueber die Kunst der Moderne, die ihm nicht nur Anregung fuer seine Arbeit gab, sondern ihn schon bald seine eigene Richtung erkennen liess. Dass dieser von Tschernischow gewaehlte Weg zu sozialer Isolation und zur Konfrontation mit jeglicher, vor allem aber mit staatlicher Autoritaet fuehrte, ist zwar nicht explizit Thema seiner Aufzeichnungen, wird aber anhand der am Rande geschilderten Begleitumstaende deutlich.Tschernischows Buch erscheint im Zusammenhang mit dieser Ausstellung in der UEbersetzung von Olga Radetzkaja erstmals in deutscher Sprache und ist Teil des Kataloges.

Die Ausstellung der ifa-Galerie Berlin besteht aus drei Teilen. Zum Einen wird die Wohnungsausstellung in der M.-Bronnaja-Str. (1961) und die Ausstellung "Der rote LKW" (1962) in der Wohnung von M. Roginskij rekonstruiert; die Installation im zentralen Bereich der ifa-Galerie Berlin konfrontiert den Betrachter unmittelbar mit der Spannung einer Attacke, die aesthetisch an den Suprematismus anknuepft und Arbeiten der 70er bis 90er-Jahre zeigt. Zum Anderen werden die neuesten Arbeiten des Kuenstlers zu sehen sein.

Zwei Video-Filme Tschernischows, "The State of Suprematism" von 1984 und "Operation Gewitter", von 2002 ergaenzen die Ausstellung.

Es erscheint ein 40-seitiger Katalog und das Buch von Michail Tschernischow "Moskau 1961-67" in deutscher Fassung, uebersetzt von Olga Radetzkaja zum Preis von 12 EUR.

Fuer weitere Informationen stehen Ihnen Frau Dr. Barbara Barsch (barsch@ifa.de - Tel. 030 - 28 44 9 111) undFrau Ev Fischer fischer@ifa.de - Tel. 030 - 22 67 96 16) zur Verfuegung.

Zur "Langen Nacht der Museen" am Samstag, dem 31. August 2002 bleibt die Galerie bis 2 Uhr geoeffnet. Zum Galerierundgang Berlin-Mitte am Samstag, dem 28. September 2002 bleibt die Galerie bis 21 Uhr geoeffnet.

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