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Einzelausstellung: Michal Budny - Bluebox (vorbei)

22 April 2006 bis 27 Mai 2006
 
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)44 - 202 44 22
annex14.com


Nachdem annex14 Michal Budny (*1976/PL) in der Gruppenausstellung More Things 2005 gezeigt hat, präsentiert die Galerie mit Bluebox nun die erste Einzelausstellung des polnischen Künstlers in der Schweiz. Michal Budny hat in jüngster Zeit an wichtigen Gruppenausstellungen teilgenommen, etwa an Leichte Arbeit in der Kulturbrauerei Berlin 2004 sowie an der Prag-Biennale 2005.

Michal Budnys meist aus Karton, Papier und Klebeband hergestellte Arbeiten handeln vom modernen Alltag. Von Gegenständen und Phänomenen, denen er auf intelligente Weise und mit einfachen Mitteln überraschende Dimensionen abgewinnt. Bluebox zeigt eine Serie neuer Objekte sowie eine begehbare Installation, wobei der Titel auf ein von Film und Fernsehen verwendetes Verfahren anspielt. Dieses erlaubt es u.a. handelnde Personen und Szenerie erst in der Postproduktion zu einer fiktiven Wirklichkeit zu verschmelzen.

Michal Budny verwendet diese Technik allerdings um seine künstlerischen Anliegen zu formulieren. Es geht nicht darum, Wirklichkeit zu simulieren, sondern darum, unverbrauchte "Modelle" für eine Wirklichkeit zu finden, die sich nicht auf Fakten reduzieren lässt. So ist sein "Leeres Zimmer" zwar als realer, begehbarer Raum konzipiert. Die aus Boden und Wänden herausgeschnittenen Flächen – in der Bluebox entsprächen sie den Leerflächen für die Montage der handelnden Personen - werden bei ihm aber zu offenen Projektions- und Reflexionsflächen für das Publikum.

Wie bei der Installation handelt es sich auch bei den kleinen Objekten um eine Art Modelle für den geistigen Gebrauch. Vielleicht eignet ihnen gar etwas romantisches im ursprünglichen Wortsinn an, öffnen sie doch den Blick durch den Alltag hindurch auf das Poetische und Existentielle. Im Unterschied zum Leeren Zimmer fehlen bei den kleinen Modellen die Wände, dafür hat der Künstler mit einfachen kubischen Formen verschiedene Einrichtungen nachgestellt: Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Wohnzimmer. Die Szenerien erinnern in ihren Anordnungen teilweise an modernistische Ein-richtungskonzepte. Sie sind deshalb ebenso Katalysatoren für einen vielschichtigen Blick auf einen realen Alltag wie sie, dank ihrer Bühnenartigkeit, die Imagination stimulieren.

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