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Einzelausstellung: MILAN DOBES (vorbei)

9 Oktober 2003 bis 7 November 2003
  MILAN DOBES
Milan Dobes, 3 Kinetische Objekte, 1990, Holz, Glas, reflektierende Folie, 36 x 36 x 4
 
www.galerie-lindner.at Galerie Lindner

Galerie Lindner
Schmalzhofgasse 13/3
1060 Wien
Österreich (Stadtplan)

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www.galerie-lindner.at


Eva Trojanová schreibt über Milan Dobeš:

Ein neues bildnerisches Phänomen, das auch einen verbalen Ausdruck in Dobeš's Manifest fand, ist der "Dynamische Konstruktivismus". Wenngleich er in engem Zusammenhang mit der letzten Etappe seines grafischen Schaffens entstanden ist, so bezieht er sich doch auf das übrige Werk. Er bekennt sich zu seinem Bestreben "Bewegung auf die denkbar einfachste Art auszudrücken". In vorangegangenen Phasen seines Schaffens, in Objekten, aber auch in zweidimensionalen Arbeiten war die grundlegende Komponente der Kreis, beziehungsweise die Konkave einer Halbkugel. Der dynamische Konstruktivismus lockert diesen Modul, zerlegt ihn infolge einer wirbelnden Bewegung in verschiedene Kreissegmente. Durch ihre kreisförmige Anordnung schaffte er eine Bewegung von Strukturen als rotierende Scheiben. Dobeš hat jenes Problem, dem wir in räumlichen Lösungen der Rotoreliefs bei Duchamp begegnet sind, auf eine andere Art und Weise behandelt.

Jeder Zeitabschnitt, jede Richtung in der Entwicklung der Kunst hat ihre Persönlichkeiten und Bahnbrecher.

Milan Dobeš war und ist ein Pionier der konstruktivistischen und visuell-kinestischen Kunst in der Slowakei. In diesen Prozess griff er im Stadium des Prägens und Kulminierens dieser Erscheinung in der europäischen Kunst der sechziger Jahre ein und leistete zu ihrer Gestaltung einen substanziellen Beitrag. In einzigartiger Weise schaltete er in die Schaffung ästhetischer Kategorien der visuellen Wahrnehmung technische Aspekte der Entwicklung der Zivilisation ein. Er empfindet sie als Teil des Menschen, also auch der Kunst. Vermittels dieser Aspekte ist es ihm gelungen, in die Struktur des Kunstgegenstandes die Kategorie der Zeit einzugliedern und zwar in Gestalt von Bewegungssequenzen des Werkes, seien sie nun virtuell oder wirklich vorhanden.

Milan Dobeš ist überzeugt, dass ... die Welt ausgewogen ist, beginnend mit der Geometrie des Atoms und mit der Geometrie des Weltalls endend...

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