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 Mladen Stilinović, Pjevaj! – Sing!, 1980. Courtesy Mladen Stilinović | | |
Mladen Stilinović
17. September - 2. November 2008
Pressegespräch: Dienstag, 16. September 2008, 10 Uhr
Eröffnung: Dienstag, 16. September 2008, 19 Uhr
Vom 17. September bis 2. November 2008 wird Mladen Stilinoviæ, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Kroatiens, erstmalig in einer Einzelausstellung in einer österreichischen Kunstinstitution präsentiert.
Mladen Stilinović setzt sich in seinen Zeichnungen, Bildern, Installationen, Objekten, Videos, Texten und Künstlerbüchern mit den Bedingungen und Codes spätsozialistischer Produktion und Konsumption auseinander. Stilinoviæ interessieren die Beziehungen zwischen der Sprache der Kunst und der Sprache der Ideologie, die er mit philosophisch-poetischen und ironischen Mitteln hinterfragt und transformiert.
Mladen Stilinović, dessen künstlerische Anfänge im experimentellen Film lagen, war von 1975 - 1979 Mitglied der Grupa Sestorice Autora (Gruppe der Sechs Künstler), die mit Ausstellungen und Performances auf die Straße gingen. Diesen experimentellen Ansatz, in dem es um die Auseinandersetzung mit dem (sozialistischen) Alltag ging, führt Stilinoviæ in seiner Arbeit weiter mit Themen, in denen er die prekärer werdende politische Situation nach dem Tod Titos mit der ebenfalls prekären Lage der Kunst und des Künstlers verschränkt. Stilinoviæ verbindet den realen und symbolischen Niedergang der Macht Titos, das Verkommen eines Heldenkults zum Klischee, mit den poetisch-ironisch eingesetzten Mitteln einer künstlerischen Sprache der Moderne, die ebenfalls ihren Verfall und ihre künstlerische Ausbeutung erlebt hat, der russische Konstruktivismus.
Die Ausstellung zeigt eine Reihe von ineinander greifenden Werkkomplexen, fragile und vielschichtige Arbeiten zu den Themen „Geld", die „Ausbeutung der Toten", oder aus der jüngeren Zeit die Armut der „Bag People", die ihre Habseligkeiten am Markt zum Verkauf anbieten. Die Installation „Submit to Public Debate" führt dem Publikum in Schrift und Ton die abgenutzte Sprache der Politik vor - wie alle Arbeiten von Stilinović, ironisch und melancholisch zugleich.
Dank an:
Charles Esche
Vasif Kortun
Annemarie Türk und KulturKontakt Austria |