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Einzelausstellung: Mona Kuhn (vorbei)

10 April 2003 bis 10 Mai 2003
  Mona Kuhn
 
  sm.ART curating & consulting

sm.ART curating & consulting
Le Rose de France - 17, boulevard de Suisse
98000 Monte Carlo
Monaco (Stadtplan)

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tel +33 (0)6 - 27 58 77 48
www.smartcurating.com


PRIVATE PREVIEW:MONA KUHN
ORT:sm.ART
Roesselerstrasse 9
81929 München
VERNISSAGE:Donnerstag, 3. April 2003, ab 19 Uhr.
Mona Kuhn ist anwesend.
BIS:Montag, 7. April 2003
DANACH:ab Donnerstag, 10. April bis 10. Mai 2003 in der Galerie Charles Schumann
VERNISSAGE:10. April, 19-21 Uhr.
Mona Kuhn ist anwesend.
ÖFFNUNGSZEITEN(sm.ART):jederzeit nach Vereinbarung oder kurzer telefonischer Voranmeldung, Privat-Termine mit der Künstlerin können arrangiert werden.
KONTAKT:Sibylle Müller
Fon 089 - 94 56 76 76
Fax 089 - 94 56 76 78
Mobil 0162 - 73 93 570
mail@smARTcurating.com


sm.ART zeigt zum ersten Mal in München Arbeiten der jungen amerikanischen Fotografin Mona Kuhn aus San Francisco. Es werden sowohl Arbeiten der letzten Jahre wie auch ein Teil der neuen Serie der Forest Images vorgestellt, die hier in München zum ersten Mal in einer Galerie ausgestellt werden - zuvor im Februar 2003 bei der AIPAD in New York vorgestellt (siehe Artikel im Freeye Magazine, #2).

Mona Kuhns Fotografien strahlen Intimität und Wärme aus. Sie wirken ruhig, scheinen aus einer Art Traumwelt zu entstammen. Ihre Figuren sind einfach und natürlich. Die Sinnlichkeit von weicher Haut berührt den Betrachter. Aber irgend etwas scheint zu beunruhigen. Mona Kuhn erzeugt Ruhe und Spannung in ein- und demselben Bild. Männerhände umfassen das weiche Gesicht eines Jungen. Blickt man nur auf die Hände, so sind es keine grob zupackenden - aber im Kontrast zur weichen Haut des Jungen, die viel eher nach Sanftheit verlangt, entsteht eine Grobheit - eine Spannung, die man als unangenehm empfindet. Die Hände umfassen das Gesicht des Jungen, so dass nur noch sein rechtes Auge zu sehen ist - zur Überraschung des Betrachters ist es kein ängstliches Auge, sondern ein entpanntes, das unwiederruflich immer und immer wieder unseren Blick anzieht. So ist es auch dieses Auge, das mit unglaublicher Schärfe fokusiert ist - so auch die untere Hand des Mannes. Der Rest verschwimmt nach hinten immer mehr und wird so immer undeutlicher. In anderen Bildern sind es vor allem Hände und Gesten, die im glasklaren Fokus stehen und sich gegen den verschwimmenden Hintergrund absetzen - und wieder unseren Blick magisch anziehen.

Die Gesten und Bewegungen, die ganz neu und ungewohnt komponiert sind und nur fragmentierte Details der Körper freigeben, erzeugen eine gewisse Unruhe in der Ruhe - eine Spannung also, die noch unterstrichen wird durch die vom quadratischen Bildformat wie eingeklemmt oder beengt wirkenden Figuren. Die Körper bewegen sich nicht frei im Bildraum oder innerhalb des Formats.

Mona Kuhn arbeitet im Bereich der klassisch-figurativen schwarz-weiß Fotografie mit dem traditionellen Objekt der nackten menschlichen Figur. Für Mona Kuhn ist der nackte Körper die größte Herausforderung, da es für das Betrachterauge unvermeidbar ist, einen Akt immer im Vergleich zu allen Akten zu lesen, die je zuvor existiert haben. Mit Kuhns Worten: So my challenge is to add new words to a fairly intransigent language.

So ist auch Mona Kuhns visuelle Sprache gleichzeitig klassisch wie zeitgemäß. Sie entwickelt eine völlig eigene Bild- und Körpersprache mit neuen, ungesehenen Gesten, Körper-/Handhaltungen - bzw. ist es ihre Komposition, die Kuhns Bildersprache einen unverkennbaren Stempel aufsetzt.

Kennt man Mona Kuhn persönlich, so weiß man, mit welcher Energie und Geschwindigkeit sie sich auf jeden Moment des Lebens zubewegt. So drücken ihre Bilder vielleicht etwas von der Spannung aus, die diese Lebensenergie in der Sehnsucht nach Ruhe erzeugt. Trotz der Spannung konzentriert sich Kuhn in ihren Bildern auf eine ruhige, sich langsam bewegende, traumartige Welt - vielleicht als Antipode zu ihrer schnellen Realität - nicht nur ihre, auch wir als Betrachter fühlen uns out of step mit dem schnellen Tempo unseres Alltags. Genau da trifft uns Mona Kuhn… um es in ihren eigenen Worten wiederzugeben: I find myself searching for content within the human form… I seek the innermost self, the one we recognize as genuinely human, using simplicity to speak of the best in us.

Während der letzten 7 Jahre hat Mona Kuhn jeweils mehrere Monate im Süden Frankreichs verbracht, wo in einer Nackt-Ferienkolonie die meisten ihrer Arbeiten entstehen - ein Ort also, an dem sich Menschen völlig natürlich, frei und ungezwungen bewegen. Es sind gute, langjährige Freunde, die Mona Kuhn immer wieder studiert und fotografiert. So erklärt sich auch die Intimität, die ihre Bilder ausdrücken.

Seit Mona Kuhns erster Gruppenausstellung in San Francisco 1996, haben ihre Arbeiten die Aufmerksamkeit von Sammlern in den USA wie auch international auf sich gezogen. Sie hatte Solo Shows in San Francisco, New York, Atlanta, New Orleans und Seattle, außerdem in ihrer Heimatstadt Sao Paulo wie auch in Berlin. Zu Ihren Sammlern zählen bekannte Größen wie Sir Elton John.

Mona Kuhn ist 1969 in Sao Paulo, Brasilien geboren und aufgewachsen, ist aber - wie ihr Name vermuten lässt - von deutscher Abstammung. Seit 9 Jahren lebt und arbeitet die Künstlerin in San Francisco.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte sm.ART.

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