Language and login selector start
Language and login selector end

Einzelausstellung: Nina Nolte – People, Pools & Portraits (vorbei)

21 September 2012 bis 25 Oktober 2012
  Nina Nolte – People, Pools & Portraits
Nina Nolte, Dolphin Dance, 2011, 90 x 180 cm
 
  Galerie artThiess

Galerie artThiess
Frauenstrasse 12
80469 München
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 (0)89 - 189 44 89 22
www.artthiess.de


Arbeiten aus den Werkserien "Pool-Paintings", "The Best is yet to come", "Celebrities" und "The Best is yet to come".

Die Galerie artThiess freut sich, vom 21. September bis 25. Oktober 2012 von Nina Nolte Leinwand-Arbeiten aus den Serien „Pool-Paintings", „The Best is yet to come" und „Celebrities" zeigen zu können.

Pure Lebensfreude verkörpern die sich im Wasser tummelnden Kinder auf den Bildern der Serie „Pool-Paintings": Völlig selbstvergessen schwimmen und tauchen sie im lichtdurchfluteten, klaren, kristallblauen Wasser miteinander um die Wette und genießen das kühle Nass. Keine trüben Gedanken, einfach nur Spaß haben und sich frei fühlen. Das ruft beim Betrachter Erinnerungen an die eigene Kindheit wach, Momente, die man nie vergisst, Augenblicke, die man gerne zurückholen würde.

Vielleicht denken darüber auch jene Damen gerade nach, die auf den Bildern der Serie „The Best is yet to come" zu zweit oder auch alleine, ein Glas Wein oder eine Zigarette in der Hand, am Rande eines Pools sitzen oder sich im Wasser erfrischen. Die Köpfe mit großen Handtuchturbanen bedeckt, die Augen hinter dunklen Sonnenbrillen versteckt und somit eigentlich ihrer Individualität beraubt, erinnern sie an Frauen, wie sie uns aus vielen Hochglanz-Life-Style Zeitschriften bekannt vorkommen. Obgleich meist dicht nebeneinander, scheinen sie kaum miteinander zu kommunizieren. Häufig gehen die Blicke in unterschiedliche Richtungen, fixieren Punkte außerhalb des Bildes. Hände und Gesichter zeigen kaum Gestik oder Mimik und so wirken die Frauen hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt und dabei gleichzeitig isoliert. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die blaue, nur leicht bewegte, eher ruhige Wasseroberfläche, die als weitgehend monochromer Hintergrund die Protagonistinnen umgibt.

Die Swimmingpool-Bilder von David Hockney kommen einem in den Sinn, mit denen der britische Künstler Ende der 60er/Anfang der 70er Jahren den Durchbruch schaffte. Auch er arbeitete mit leuchtenden Farben, klaren Flächen und betonte dabei das Blau in seinen Bildern. Nina Noltes Figuren scheinen dabei ähnlich ausgegrenzt wie Hockneys und verweisen darüber hinaus auf die Bilder Edward Hoppers, in denen der amerikanische Künstler bereits Anfang des letzten Jahrhunderts die „Einsamkeit" des modernen Menschen thematisierte - ein Gedanke der offensichtlich auch heute Künstler beschäftigt. Nina Nolte verstärkt den melancholischen Unterton ihrer Bilder noch durch die Titel, die sie ihnen gibt, so z.B. „Forgotten Dreams" oder „Stolen Moments".

Keine Einsamkeit sondern Partystimmung herrscht hingegen auf dem großen, querformatigen Bild mit dem Titel „You, the Night and the Music". Die Szene wirkt ebenfalls wie ein Foto aus einem People-Magazin und gehört zu der Werkgruppe der „Society Paintings". Eine Gruppe vornehm gekleideter Menschen amüsiert sich bei einer Polonaise, die sich kreisförmig um ein Paar bewegt, das „aus der Reihe tanzt" und die Mitte als Bühne für seine eigene, schwungvolle Tanzeinlage nutzt. Alle wirken fröhlich, doch besitzt die Szene auch etwas Geisterhaftes, Surreales: Wie bei einem Blitz, werden die Personen im vorderen Bildraum in extrem helles Licht getaucht; beinahe weiß wirkt ihre Haut, während die Menschen in der hinteren Bildhälfte im Dunkel des Raumes zu verschwinden scheinen. Nur punktuell leuchten Kleider der Damen und Haarschöpfe der Herren in bunten Farben. So erinnert das Bild in seiner Gesamtheit an eine colorierte schwarz/weiß Fotografie aus früheren Zeiten...

Ein Portrait von Helmut Schmidt aus der Serie „Celebrities", zu der auch Portraits von Richard Wagner, Johann Sebastian Bach, Clint Eastwood und Alan Greenspan zählen, sowie einige Beispiele privater Auftragsportraits runden die Ausstellung ab, die nicht nur verschiedene Portraittypen vorführt, sondern auch die Souveränität der Künstlerin auf dem Gebiet der Portraitmalerei augenscheinlich werden lässt.

Als Ausgangsmaterial dienen Nina Nolte zahlreiche Fotografien, die sie im Vorfeld einer Arbeit anfertigt. Diese Fotos werden aber nie eins zu eins übernommen, sondern die Motive aus viele einzelnen Bildern neu zusammengesetzt und dann in das Medium der Malerei übertragen. So entwickelt die Künstlerin eine neue Realität, verweist auf das was hinter der Oberfläche verborgen liegt.

Die Idee, Menschen abzubilden, ist nicht neu, sondern gehört zu den ältesten Themen der Kunstgeschichte überhaupt. Doch die ungewöhnlichen Perspektiven - unter Wasser, über die Schulter, von oben oder schräg von der Seite - und die extreme Nahsichtigkeit sowie die virtuose Wiedergabe von Spiegelungen und Lichtreflexen, Proportionen und Verkürzungen verleihen den Arbeiten von Nina Nolte ihren besonderen Charakter.

Nina Nolte (*1957 in El Salvador) ist seit mehr als zwanzig Jahren regelmäßig in Galerien im In- und Ausland und auf Kunstmessen vertreten. Ihre Arbeiten sind Bestandteil öffentlicher und privater Sammlungen, wie z.B. Museum of Modern Art (San Salvador), Deutsche Lufthansa (Moskau), Daimler Benz (Washington D.C.).

Vernissage am Donnerstag, 20. September 2012, 18.30 bis 21.00 Uhr
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Samstagsöffnung am 6. Oktober 2012, 11.00 bis 15.00 Uhr

Finissage am Donnerstag, 25. Oktober 2012, 18.30 bis 21.00 Uhr

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.