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 Oliver Jordan | | |
OLIVER JORDAN 'Heimkehr nach Tipasa….' für Camus, Helena, die Sonne und die Schönheit
Ausstellungseröffnung: Freitag, den 5. November, 19 Uhr
Einführung: THEO ROOS (Philosoph und Filmemacher)
Oliver Jordan ist anwesend
PRESSEVORBESICHTIGUNG: DONNERSTAG, den 4. NOVEMBER, 11 UHR
1984 reiste Oliver Jordan auf den Spuren Delacroix`s mit seiner Frau Helena von Paris über Algier durch Nordafrika. In Tipasa /Algerien erlag er der Faszination des gleichgültigen Lichts und blieb für einige Wochen dort.
Viele Stunden und Tage verbrachte er zeichnend zwischen menschenleeren römischen Ruinen am Rande des Mittelmeeres, fernab jeglichen touristischen Treibens. Aus der Begegnung mit dieser Natur, in der sengenden Sonne Nordafrikas, entwickelte und definierte er den "Realismus" in der Malerei neu. Radikal und endgültig vollzog er Stück für Stück den Bruch mit der damals vorherrschenden Kunstszene.
Jenseits aller glatten Oberfläche und auch Oberflächlichkeit postuliert er kurz darauf in seinem Zyklus "Verloren und Gefunden in Blau" eine Gegenständlichkeit, die sich die Energien von Werden und Vergehen zu Eigen macht. In seinem neuen Zyklus "Heimkehr nach Tipasa…" geht Jordan gedanklich noch einmal zurück an diesen Ort und verarbeitet die dort entstandenen Skizzen zu den Bildern, die in dieser Ausstellung zum ersten Mal gezeigt werden.
"Ein flimmerndes Licht, das den Dingen eine sichtbare Zeichnung gibt. "Die Maler", sagt Camus "haben das Vorrecht, auf ihre Weise den Roman des Körpers zu schreiben."
"Der Schriftsteller läßt das Eingeschriebene aufblitzen. Geistesblitze. Schnitte im Körper. Camus' Körper gehört nicht, wie der Sartres und anderen Intellektuellen seines Zuschnitts, dem französischen Bürgertum, wo die Regel gilt, immer ein wenig mehr als andere zu wissen, ein klein wenig besser zu sein in der Klasse, schon als Baby, besser am Fläschchen zu nuckeln als ein anderer, früher die ersten Schritte zu machen als ein anderer; immer im Vergleich, im Wettbewerb zu sein, mehr zu leisten als die anderen, immer der erste zu sein. Camus' kindlicher Körper hat nicht im Wissen geplanscht. Er hat im Meer gebadet, im flimmernden Sonnenlicht. "Wenn du nicht weißt, woher du kommst, wirst du niemals wissen, wohin du gehst". Camus hat diesen Spruch der afro-amerikanischen Philosophie gelebt. Er hat, wie Bob Marley, nie vergessen, woher er kommt. Wie Marley nach Trenchtown, kehrt er immer wieder zurück nach Tipasa. Roots, rock,reggae... " (Theo Roos)
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Theo Roos
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