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Einzelausstellung: Patrick Raynaud - BLINDE PASSAGIERE, Multimedia-Rauminstallation, Light-Cases (vorbei)

16 September 2005 bis 30 Oktober 2005
  Patrick Raynaud - BLINDE PASSAGIERE, Multimedia-Rauminstallation, Light-Cases
Patrick Raynaud
 
  Brigitte March International Contemporary Art

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Patrick Raynaud - Die verborgenen Katharsis Bemerkungen zur Kunst von Patrick Raynaud von Llorand Heygi Diesen Titel gab Dr. Llorand Heygi einem Text im Katalog des Museum Ludwig für Moderne Kunst in Wien zur Einzelausstellung von Patrick Raynaud, die er im Jahr 1991 ausrichtet. Der menschliche Körper ist im Oeuvre Raynauds nicht nur Gegenstand der Darstellung (durch Photographie oder Reproduktion von Kunstwerken) sondern auch Träger einer zugespitzten Sinnlichkeit. Diese radikalisierte Sinnlichkeit fungiert als Katalysator, welcher die verschiedenen Referenzen aus der Kunst-und Kulturgeschichte mit den Erlebnissen des Körpergefühls in Zusammenhang bringt. Damit kann Raynaud nicht nur bestimmte Zentralfragen der Kultur- wie den Kult des Todes, die Vergegenständlichung der Vergänglichkeit oder das Mysterium des Übergangs von der Anwesenheit in die Abwesenheit - thematisieren, sondern auch der Frage der Darstellung, der Nachahmung der sichtbaren Welt im ästhetischen Kontext nachgehen. Die unmittelbare Präsentation- durch die sinnliche Form- wird mit der Frage der Re - Präsentation - der künstlerischen Nachahmung- verbunden: und dadurch wird die Funktion der Darstellung als Bewusstmachen, als Sensibilisieren, als Schaffen von Verbindungen definiert. Der menschliche Körper wird gleichzeitig als Stilleben ("Nature Morte" oder Gegenstand "Ding") und als verführerisches, frisches "Erlebnis" von gewaltiger Sinnlichkeit präsentiert, welches durch die Intensität der sinnlichen Erfahrungen eine kathartische Reaktion hervorruft. Die Provokation, die moralische Verunsicherung vermischt sich mit dem Erlebnis der Aktualisierung kunstgeschichtlicher Erinnerungen und mit dem Vu-Erlebnis, welches geschichtliche, kulturhistorische Erfahrungen sensibilisiert. Die Sinnlichkeit ist die Methode, mit der der Künstler seine Fragestellungen schärfer und provokanter macht. Die sinnliche Präsenz des Körpers- durch die Nachahmung - macht macht die Problematik der Darstellung als manipulativer Akt bewusst. Je stärker und provokativer die Sinnlichkeit, desto härter ist die Fragestellung nach der Funktion der Darstellung (quasi als "Verdoppelung der Wirklichkeit") als kulturelle Manipulation, welche immer und notwendigerweise auf die Wertbildung hinweist. Patrick Raynaud thematisiert in seinem Oeuvre die komplexen Prozesse der Wertbildung in der kulturellen Infrastuktur. Einerseits verfremdet er Bilder aus der Kunstgeschichte, ...andrerseits macht er selbst aus den banalsten Alltagsgegenständen irrational leuchtende Kunstgegenstände, wobei er ganz bewußt mit den magisch-rituellen Assoziationen und mit den äthetischen Konnotationen des Lichtes manipuliert. Dadurch verlieren die Ready-Made Gegenstände ihren ursprünglichen physischen Charakter, gewinnen aber gleichzeitig eine transzendentale, of mystische, mit den neo- platonischen Allegorien vergleichbare Immaterialität. Das Einpacken, Reserviere, Deponieren, Transportieren, Einsperren der unterschiedlichen Objekte (wie Kunstwerke, Körper, persönliche Kleidungsstücke, etc.) bezieht sich auf die unterschiedlichen Gedankenebenen und Erfahrungssphären, wie das persönliche Leben des Künstlers, wie die zum Massenspektakel mutierte Museologie oder die dramatisch erscheinende, schockierende ästhetische Thematisierung der Problematik der Präsentation und der Repräsentation. (L.H. Wien 91).

Zur Eröffnung am Freitag, dem 16. September um 20 Uhr sind Sie herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

art alarm am 17. 9. von 11 - 20 Uhr und am 18.9. von 11 - 18 Uhr

Dauer der Ausstellung: bis 30. 10. 2005.

Wir sind auf der Art Cologne (27.10.-1.11.05)

Wir danken der Firma Hasenkamp Internationale Transporte GmbH für das Sponsoring des Transports von "Blinde Passagiere" zum art alarm Stuttgart

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