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Einzelausstellung: Pavel Büchler - Unfinished Sentences (vorbei)

16 Mai 2009 bis 20 Juni 2009
  Pavel Büchler - Unfinished Sentences
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)44 - 202 44 22
annex14.com


Die Galerie bleibt vom 21.-23.5.2009 geschlossen.

annex14 zeigt mit „Unfinished Sentences“ zum zweiten Mal eine Einzelausstellung des Künstlers Pavel Büchler (ge­boren in Tschechien, lebt in Grossbritannien). Er gehört zur ersten Generation osteuropäischer Konzeptkünstler, die ihre Positionen – wie er selber sagt - über ein krea­tives Missverständnis der westlichen Concept Art entwi­ckelt haben. Hinzu kommt, dass die Auseinandersetzung mit Repräsentatiossystemen und dem Kunstbetrieb als sol­chem bis in die 80iger Jahre unter völlig anderen ideolo­gischen und kulturellen Bedingungen stattgefunden hat.

Pavel Büchler verwendet mit Vorliebe veraltete Technolo­gien wie etwa Farbstifte, Aquarellfarben, Dia- und Film­projektoren, Schreibmaschinen oder Tonbänder. Sie sind ein unabdingbarer Bestandteil seiner Reflexionen über die Kunst und ihre Voraussetzungen. Das gilt auch für seinen Umgang mit Sprache und Bild.

„Old, Rare and Unusual Roses“ ist ein Beispiel da­für, wie Pavel Büchler gesicherte Vorstellungen über die Wirklichkeit und die Beziehungen zwischen Begriff, Be­deutung und dem Visuellen zum Oszillieren bringt. Die Arbeit besteht unter anderem aus einer am Ende aufgeschnittene Farbtube. Einem Titel, der sich an botanische Beschreibungen anlehnt und aus der Fotografie einer Buchseite, auf der folgender Text ausgespart wurde: „Oh, Mrs. Stemler“, exclaimed the lady, „a work of art“.

Nicht nur diese Arbeit, auch andere in der Ausstellung gezeigte wie „L’attaché“, “Lou Reed Live“, 12:00:00-12:04:33“ sowie „The Problem of Good“ verführen und irritieren alleine schon durch die mit den Titeln ausgelösten beziehungsreichen Anspielun­gen und Verweisen. Alltägliche Erfahrungen, Fantasien und Emotionen werden ins Spiel gebracht und stehen in einer anregenden Spannung zum gleichzeitig konzeptuellen Vorgehen des Künstlers.

Immer schimmert eine grundsätzliche Skepsis hindurch ge­genüber der Idee, dass die Dinge so sind wie sie sind. Die Arbeiten erzählen von einer für das 20. Jahrhundert entscheidenden Erfahrung. Nämlich davon, dass das Band zwischen Sprache und Welt, zwischen Kunst und Wirklich­keit zerrissen ist. Man kann das beklagen oder aber, wie Pavel Büchler dies tut, die gewonnene Freiheit spiele­risch für neue Erkenntnisse nutzen.

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Susanne Friedli(079 248 98 94) oder Elisa­beth Gerber (079 574 55 36)

Letzte Einzelausstellungen: Tanja Leighton, Berlin, 2009, Max Wigram, London, 2009, Sleeper, Edinburgh, 2008, Van Abbemuseum, Eindhoven, 2007 objectif_exhibition/MuHKA, Antwerpen, 2007, Kunst­halle Bern, 2006

Letzte Grupppenausstellungen: Involved, Shangart Gallery, Shanghai, 2008, The Grand Promenade, National Museum of Modern Art, Athen, 2006, 9th Istanbul Bien­nale, 2005, Whatever Happend to Social Democracy?, kura­tiert von Charles Esche, Rooseum, Malmö, 2005

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