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Gruppenausstellung: PERFORMING THE CITY - Kunst Aktionismus im Stadt Raum 60er und 70er Jahre (vorbei)
15 Oktober 2008 bis 30 November 2008
  PERFORMING THE CITY - Kunst Aktionismus im Stadt Raum 60er und 70er Jahre
 
  Lothringer13 - Städtische Kunsthalle München

Lothringer Str. 13
81667 München
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)89 - 448 69 61
www.lothringer13.de


PERFORMING THE CITY

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Kunst Aktionismus im Stadt Raum
60er und 70er Jahre


Kurator: Heinz Schütz

Presseeröffnung: 14.10.2008, 11.00 – 15.00 Uhr

Eröffnung: 14.10.2008, 19.30 Uhr

Dauer der Ausstellung: 15. Oktober bis 30. November 2008

Symposium: 21. bis 22. November, Ort: Akademie der bildenden Künste München

Performing the City. Globale Avantgarde / kulturelle Differenz

Städte sind mehr als die Summe statischer Architekturen: Die Stadt entsteht performativ als Resultat von sozialen Prozessen und öffentlichen Aktionen. Von dieser Prämisse ausgehend fokussiert „Performing the City“ Städte in Asien, Europa und Amerika und reflektiert erstmals in einem ausholenden Überblick das Verhältnis von performativer Kunst und Stadt. Dabei steht der performative Urbanismus der 60er und 70er Jahre im Zentrum:

Unter institutions- und gesellschaftskritischen Vorzeichen begaben sich KünstlerInnen auf die Straße als Ort leibhaftiger und idealiter demokratischer Öffentlichkeit. Getragen von der avantgardistischen Utopie einer Versöhnung von „Kunst und Leben“ setzten sie anstelle des Objektcharakters der Kunst die Personen gebundene Aktion. Dabei eröffnete sich ein Spektrum von konzeptualistischer und Körper betont aktionistischer, von spielerisch interventionistischer und dezidiert politischer Kunst. Mit Happenings, Aktionen, Performances und Interventionen setzt sich der performative Urbanismus über nationale und kontinentale Grenzen hinweg und äußert sich doch von Stadt zu Stadt verschieden. Er ereignet sich in einem Klima des gesellschaftlichen Aufbruchs und verbindet sich immer wieder mit den emanzipatorischen Bewegungen der 60er und 70er Jahre, die in Überwindung traditioneller Hierarchien, gesellschaftlicher Erstarrungen und politischer Repressionen auf eine Demokratisierung der Gesellschaft zielen.

Das von dem Münchner Kunsttheoretiker Heinz Schütz kuratierte Projekt schlägt eine Brücke von Asien über Europa nach Amerika und lenkt den Blick über die Kunstzentren hinaus auch auf Städte, die gewöhnlich an die kunsthistorische Peripherie gedrängt werden. Vorgestellt werden Aktivitäten im Stadtraum von Tokio, Seoul, Moskau, Ljubljana, Neapel, München, Berlin, Paris, São Paulo, New York und Mexiko Stadt. Neben der ins thematische Zentrum gerückten performativen Kunst, werden auch alltägliche und dezidiert politische Aktivitäten dokumentiert. Der Stadtraum ist idealiter öffentlich und heterogen, er kennt keine eindeutig festgelegten Grenzen zwischen künstlerischen und nichtkünstlerischen Aktivitäten. Die Grenzen sind hier immer wieder neu zu definieren.

Die Ausstellung in der Lothringer 13 dokumentiert die Aktionen im Rahmen einer Soundinstallation mit eigens entworfenen Stadt-Atlanten, mit Videointerviews und Künstlerfilmen aus den 60 /70er Jahren. Die für eine Ausstellung außergewöhnliche Atlasform wurde bewusst gewählt. Sie verhindert, dass Fotodokumente von Aktionen wieder als singuläres Fotokunstwerk an die Museumswand zurück überführt werden. Es ging darum, den dokumentarischen Anspruch zu betonen und über die Form des Bildatlasses die Städte, trotz vergleichbarer künstlerischer Ansätze, in ihrer Unterschiedenheit vor Augen zu führen.

Die graphische Gestaltung der Ausstellung stammt von Richard Ferkl (Wien), die Soundinstallation von Alcuin Ai, die Filmbearbeitung von Michal Kosakowski und von Zinaida Starodubtseva / Oleg Beloglazov für Moskau.

Die Ausstellung wandert im Dezember 2008 in den Palazzo delle Art Napoli (PAN), im Januar ins Centro Cultural São Paulo (CCSP) und im April nach Paris ins Institut national d’histoire de l’art (INHA).

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