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Einzelausstellung: Peter K. Koch - Grössere Schläge (vorbei)

6 Mai 2005 bis 17 Juli 2005
  Peter K. Koch - Grössere Schläge
Peter K. Koch, Serie Strahlungen, 2005, acryl auf sperrholz, 116 x 106 cm
 
  Kuckei + Kuckei

Kuckei + Kuckei
Linienstraße (backyard) 158
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30-883 43 54
www.kuckei-kuckei.de


Kuckei + Kuckei freut sich Peter K. Koch mit seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie zu präsentieren.

Die Konstruktion der Destruktion
Raum konstruieren, Raum zerstören, Zerstörung konstruieren, Zerstörung komprimieren. Anhand dieser Reihe lassen sich ­ sowohl chronologisch in der Werkentwicklung, wie auch im Sinne der Bedeutungskomplexität einzelner Objekte ­ leitende Prinzipien in der Arbeit Peter K. Kochs beschreiben.

Kochs aktuelle malerische Bildserien bestehen aus polygonalen, ineinander verschränkten monochromen Farbflächen, deren Kantenführung sich an malerische Methoden des Hardedge anlehnt. Bei näherer Betrachtung erweist sich der visuelle Eindruck einer Implosion des Bildraumes zuweilen als Falle. Denn durch die geschickte Setzung perspektivischer Unschärfen löst sich die suggerierte Dreidimensionalität in die Breite der Bildfläche auf. Durch jene Ambiguität von Fläche und Raum oszilliert der Blick zwischen der sauberen, kalten Oberflächenästhetik und der aus dem Raum hervorbrechenden Anspannung. Die sich überlappenden Momente der Zerstörung berühren damit neben der bloßen Ebene des Dargestellten auch dessen Rezeptionsbedingungen. Das aggressive Kompositionsprinzip einer Brechung des (Bild-)Raumes wendet Koch ebenfalls in seinen neuen Collagen an. In deren Zentrum steht die Neuzusammensetzung bzw. Rekomposition von Architekturfragmenten zu unmöglichen Konstellationen und sich so beständig an der Grenze von Fläche und Raum bewegenden Bildsystemen.

Strukturbildend für Kochs Arbeitsweise ist die Erzeugung von Ambivalenzen. Die stetig erzeugte Gleichzeitigkeit von Überladung, System, Fläche, Raum, Konstruktion und Destruktion findet ihren Antrieb im beständigen Versuch, Chaos in Ordnung präsent werden zu lassen ­ et vice versa. Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Martin Germann

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