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 Peter Krauskopf, Ausstellungsansicht | | |
Peter Krauskopf beschäftigt der Prozess des Übermalens, welchen er als eine Überschreibung von Zeit versteht. Allen seinen Bildern -den farbintensiven kleineren Tafeln und den in monochromen Farbverläufen gehaltenen Großformaten- ist gemeinsam, dass sie auf den ersten Blick abstrakt erscheinen. Dabei sind es "Konkretionen eines Zeitverlaufs": Auf homogenen glatten Untergründen, die entweder aus abgeschliffenen, vielschichtigen, ehemals verworfenen Bildern oder monochromen Untermalungen bestehen, vollzieht Krauskopf einen einzigen Bild gebenden Eingriff. Er schiebt mit einer Rakel oder auch einem Pinsel einen breiten, gleichmäßigen Farbauftrag über eine bereits dagewesene Imagination. So entsteht eine Symbiose zwischen einem Bild der Vergangenheit und seiner Vollendung in der Gegenwart. Insofern können Peter Krauskopfs neue Arbeiten als Collagen über das Phänomen Zeit verstanden werden: Sie verbinden sein Museum der Bilder im Kopf -besonders der amerikanischen Farbfeldmalerei der 1960er Jahre, der deutschen Romantik und der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts- mit der Intuition des Malers im Hier und Jetzt.
Der gesamte neue Bildkomplex wird in einem gleichnamigen Katalog im Jovis Verlag, Berlin dokumentiert.
Peter Krauskopf, geb. 1966, schloss sein Studium der Malerei an der HGB in Leipzig 1997 als Meisterschüler bei Prof. Arno Rink ab. Seither waren seine Arbeiten in zahlreichen institutionellen Einzelausstellungen zu sehen, u.a. im Mies van der Rohe-Haus, Berlin (2007), dem Forum Kunst Rottweil und der Kunsthalle Lingen (2008), zuletzt bei der Wiedereröffnung des Albertinums, Dresden, und in der Ausstellung „Berlin Klondyke 2011" in Dawson City, Kanada. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin. |