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Einzelausstellung: Peter Schlör - Black & Wide (vorbei)

15 September 2012 bis 20 Oktober 2012
  Peter Schlör - Black & Wide
Peter Schlör, El Barrial, 2011, Fineart-Pigmentprint/ Diasec
 
  Nusser & Baumgart

Nusser & Baumgart
Steinheilstr. 18
80333 München
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)89 - 22 18 75
www.nusserbaumgart.com


Nusser & Baumgart freut sich sehr, im Rahmen der Open Art, dem Münchner Kunstwochenende (14.-16. September), neue Fotografien des Mannheimer Künstlers Peter SCHLÖR (*1964) zu zeigen.

Peter Schlörs neuere Arbeiten enthüllen einen piktoralen Ansatz. Der Künstler benutzt Naturphänomene wie das Meer, Wolken, Gebirge oder Wälder, um eine malerische Oberfläche in seinen Bildern zu erreichen. Die verschiedenen Strukturen und Beschaffenheiten fügen sich zu fast schon abstrakt anmutenden Bilderwelten zusammen. Schlör löst sich in diesen Arbeiten vom dokumentarischen Element der Fotografie und widmet sich inhaltlichen und ästhetischen Fragestellungen.

Für seine Bilder wartet Peter Schlör auf den Moment, in dem sich die Natur in einer für seinen Bildaufbau perfekten Komposition zusammenfindet. Es ist auf der einen Seite das Gewaltige der Natur, das er einfangen will; andererseits sind diese Momente so ausgewählt, dass sie dem Pinselduktus eines Malers gleichkommen. ... Der Entzug der Farbe abstrahiert das Motiv von seiner Realität und betont die Bedeutung der Formensprache. So sind es keineswegs mehr Abbilder der Natur, sondern vielmehr Kompositionen verschiedener Oberflächenwirkungen. ... Schlörs gestochen scharfe Aufnahmen von leichten Wolkenschleiern erinnern auch an die Werke des britischen Impressionisten William Turner. Die monumentalen Wolkenformationen können ebenso diffus und vage sein wie eine von Sturm aufgewühlte See bei Turner. Das Paradoxe: Schlör erschafft diesen diffusen Eindruck durch hochauflösende Fotografie. Mit diesem Medium, das sich eigentlich vor allem durch Exaktheit auszeichnet, erreicht er sogar die Anmutung eines pastosen Farbauftrags. Wie einzelne Schichten trägt er die unterschiedlichen Strukturen von Bäumen und Felswänden so in einem Bild zusammen, dass sie ineinander verschmelzen. Die teilweise sehr subtilen Übergänge von Hell zu Dunkel und die ebenso vorkommenden harten Kontraste erzeugen eine starke Formensprache. Damit überwindet Schlör die Prävalenz des Motivs und macht seine Position als Urheber deutlich. ... Mit den Möglichkeiten der digitalen Fototechnik fängt er so die auf den Kanarischen Inseln besonders sensiblen Lichtstimmungen ein und konstituiert damit einen Ruhepol gegenüber der Übermacht von bunter Pop- und Werbefotografie. Er transportiert die Romantik der Natur in eine modernisierte Welt und macht dabei auf eine Zeitlosigkeit aufmerksam, die sich erst durch ein bewusstes Innehalten entdecken lässt.

Text: Dana Weschke (Auszug)

weitere Informationen zu Peter SCHLÖR siehe: www.peter-schloer.de

Begleitend zur Ausstellung wird die soeben im Kehrer Verlag erschienene Monographie "Black & Wide" vorgestellt (herausgegeben von der Städtischen Galerie Neunkirchen anlässlich des grenzüberschreitenden Mono-Kunstprojekts mit Museumsausstellungen in Lothringen, Luxemburg und im Saarland).

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