Der französische Künstler Pierre Bismuth (*1963), zeichnet, komponiert, produziert Collagen und Videos. Oft sind es alltägliche Vorgänge, die Bismuth exemplarisch und in scheinbar strenger Logik vorführt und untersucht. Seine Arbeiten thematisieren Vorgänge der Wahrnehmung, Erinnerung, Reflektion und Interpretation. Die Entkontextualisierung als "Ready Made" stellten sie dabei von der Ebene inhaltlicher Interpretation frei. Was von Interesse ist, ist die Struktur, nach der diese Dinge auf der Ebene des Unbewußten "in der Welt" sind. Im Jahr 2001 war Pierre Bismuth zu Gast auf der Biennale von Venedig.
"The Party" basiert auf dem gleichnamigen Spielfilm aus dem Jahre 1963 mit Peter Sellers in der Hauptrolle. Die aus zwei Projektionen bestehende Arbeit zeigt einerseits die Bildebene, andererseits den von einer Schreibkraft beim erstmaligen "blinden" Hören des Filmes synchron in die Maschine geschriebenen Ton. Damit materialisiert sich nachvollziehbar die akustische Wahrnehmung, der eine Reihe mehr oder weniger bewußter Entscheidungen zugrunde liegen. Die Betrachter können beides als autonom wahrnehmen oder aber gegeneinander abgleichen und dabei eigene, im Allgemeinen unbewußte, Entscheidungen im Prozeß der Wahrnehmung erfahren. Pierre Bismuth lebt in London und Brüssel. |