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Gruppenausstellung: Pop! goes the weasel (vorbei)

15 Februar 2008 bis 6 April 2008
  Pop! goes the weasel
Scott King Stalky, 2005, Fotokopien, diverse Grössen
 
  Badischer Kunstverein

Badischer Kunstverein
Waldstr. 3
76133 Karlsruhe
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)721 - 28 226
www.badischer-kunstverein.de


15. Februar - 06. April 2008
Eröffnung: 14. Februar, 19 Uhr
Pop! goes the weasel

Saâdane Afif, Tobias Bernstrup, Johanna Billing, Johannes Buss, Tony Cokes, Discoteca Flaming Star, Keith Farquhar, Luke Fowler / Shadazz, Tom Früchtl, Jonathan Johnson, Scott King, Karen Kilimnik, David Lamelas, Michel Majerus, Lucy McKenzie, Michaela Melián, Mrzyk & Moriceau, Michael Sailstorfer, Catriona Shaw, Steven Shearer, Eva Wittig, Johannes Wohnseifer

Pop! goes the weasel zeigt künstlerische Positionen, die sich in ihren Arbeiten mit den Bildpolitiken und Soziographien der Popkultur beschäftigen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den unterschiedlichen Strategien der Aneignung, Umwidmung und Neuinterpretation von Pop. Dabei reicht das Spektrum der eingesetzten künstlerischen Medien von Malerei und Grafik über Skulptur und Ins-tallation, Video- und Audioaufnahmen bis hin zu Live-Performances. Viele der ausgestellten KünstlerInnen sind darüber hinaus nicht nur im Kunst-, sondern auch im Musikbereich präsent. Sie besitzen eigene Labels, sind als DJs und Musiker tätig oder situieren ihre Arbeiten immer wieder abseits des Kunstbetriebs in Clubs und den alltäglichen Räumen des Pop.

Die revolutionäre Idee von Pop hat sich in den letzten Jahren immer stärker im kommerzialisierten Alltag verflüchtigt und ist in zunehmendem Maße Bestandteil von Lifestyle-Ökonomien geworden, die das subkulturelle oder widerständige Potential als effektvolles Marketinginstrument verwerten. Die Grenzen zwischen Mainstream und Subkultur, zwischen High & Low sind immer durchlässiger geworden: „Differenz und Resistenz finden sich nicht mehr ausschließlich an den Rändern, man findet sie überall" (Tom Holert). Ausgehend von der Kommerzialisierung und Popularisierung von Pop fragt Pop! goes the weasel nach den verbleibenden und neuen Produktions- und Rezeptionsverhältnissen: Wie kann ein Phänomen erfasst werden, dass sich in die unterschiedlichsten Bereiche von Kultur und Ökonomie verzweigt? Und inwieweit eröffnet diese Deterritorialisierung neue produktive Räume - jenseits eingespielter Grenzen, Normen und Zuordnungen?

Pop! goes the weasel vermittelt einen Einblick in die Diversität und Vielgestaltigkeit aktueller künstlerischer Zugriffe auf Pop. Anstatt sein „Verpuffen" im Alltag zu beklagen, greifen die teilnehmenden KünstlerInnen die populären und medialen Bilder auf, um sie im Horizont des eigenen Werks neu zu lesen und zu formulieren. Die Welten des Pop artikulieren sich über prägnante Symbole, Stile und Ikonen, die in unserem kollektiven Gedächtnis fest verankert sind. Ob es sich dabei um eine Diskokugel, ein Konzertplakat, einen berühm-ten Songtitel, das Image des Stars oder die Sprache der Mode handelt: Die KünstlerInnen von Pop! goes the weasel eignen sich die verschiedenen Formate und Bildsprachen der Popkultur an, spielen mit ihren Erscheinungsformen und diskutieren ihre ästhetischen, sozialen und kulturellen Implikationen.

Live:
Tobias Bernstrup

Discoteca Flaming Star
Kammerflimmer Kollektief
Jacques Palminger feat. Rica Blunck und Viktor Marek
Angie Reed & Mark Stewart
Catriona Shaw
F.S.K.

Tobias Bernstrup wurde 1970 in Göteburg (S) geboren. Er lebt und arbeitet in New York und Berlin.

Die Videoarbeiten und Musikperformances von Tobias Bernstrup befassen sich mit der künstlichen Oberfläche virtueller Welten in Computerspielen und Science-Fiction-Filmen. Themen wie urbane Architekturvisionen, Transgender und Fetisch durchziehen seine Arbeiten und werden in einem Stilmix aus Neo-Glam, Klassizismus und Gothic Noir inszeniert. Für Neon Love - einer erstmalig in Deutschland gezeigten Musikperformance - filmte und animierte Bernstrup in Anlehnung an dsa berühmte Video von Karftwerk 'Neon Lights' verschiedene Neonschilder aus Berlin. Musikalisch rangiert die Performance vom Synthesizer-Pop der 1980er Jahre bis zum melancholischen Beat von New Wave Bands wie Real Life.



15. Februar - 06. April 2008
Eröffnung: 14. Februar, 19 Uhr
On The Spot #2
Julia Brandes / Bastian Goecke

Für den zweiten Durchlauf von On The Spot im Lichthof des Kunstvereins haben StudentInnen des Produktdesigns und der Szenografie Entwürfe für einen Bühnenraum eingereicht. Auf dieser Bühne finden die Performances und Konzerte der parallel laufenden Ausstellung Pop! goes the weasel statt. Der Badische Kunstverein freut sich, Ihnen nun die Umsetzung des Entwurfs von Julia Brandes und Bastian Goecke präsentieren zu können! Ihre Installation verwandelt Hauptraum und Seitenkabinette in einen atmosphärischen Lichtkörper, der die natürliche Situation der Deckenlichter aufgreift und dramaturgisch verstärkt. Die Bühne besteht aus einzelnen Modulen, die eher an Ausstellungselemente, als an eine typische Bühnensituation erinnern und den Mehrwert eines gegenseitigen Transfers von Club und musealem Raum hinterfragen. Musiker und Performer werden regelrecht auf den Sockel gestellt und die Beziehung zwischen Auftretenden und Zuschauern ist somit bewusst verschärft. Lichtkörper und Bühnenmodule prägen und beeinflussen den Interaktionsrahmen in Bar, Lounge und Bühnenraum.

On The Spot #2 wurde von Prof. Volker Albus, Bless (Ines Kaag und Desiree Heiss), Stefan Legner und Uta Kollmann von der Hochschule für Gestaltung begleitet.

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