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Gruppenausstellung: PreisträgerInnen und Ankäufe 31. Österreichischer Grafikwettbewerb 2009 (vorbei)

5 September 2009 bis 20 September 2009
  PreisträgerInnen und Ankäufe 31. Österreichischer Grafikwettbewerb 2009
Nicole Six und Paul Petritsch, Ohne Titel (Ernest Henry Shackleton), 2007, Digitale Bleistiftzeichnung auf Papier
 
  Galerie im Taxispalais

Galerie im Taxispalais
Maria Theresien Straße 45
6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)512-508 3171
www.galerieimtaxispalais.at


Die Ausstellung zeigt alle Arbeiten der PreisträgerInnen sowie jene, die im Rahmen des Wettbewerbs für einen Ankauf bestimmt wurden.

Der 31. Österreichische Grafikwettbewerb wurde vom Kulturreferat des Landes Tirol ausgeschrieben, die Durchführung lag bei der Galerie im Taxispalais.

Die Idee für den Grafikwettbewerb sowie die begleitende Ausstellung stammte von Paul Flora. Initiiert wurde er im Jahr 1952 durch Ministerialrat Dr. Gottfried Hohenauer als Leiter der Abteilung für Kunst und Kultur im Amt der Tiroler Landesregierung.
Die anhaltend hohe Zahl der Einsendungen aber auch der zwölf Preisstiftungen belegt den wichtigen Stellenwert des Wettbewerbs, der über die Jahre hinweg zu einer unentbehrlichen „Institution" in der österreichischen Kunstszene geworden ist.
Da die von der Jury ausgewählten Werke in die Sammlung des Landes Tirol übergehen, kamen durch den Grafikwettbewerb viele hervorragende künstlerische Grafikarbeiten in den öffentlichen Besitz.

Das Interesse an diesem Wettbewerb war auch heuer wieder sehr groß. 412 Einreichungen mit jeweils drei Arbeiten wurden am 13. Juli 2009 von einer internationalen Jury begutachtet: Dr. Markus Heinzelmann, Direktor des Museums Morsbroich, Leverkusen, Susanne Pfeffer, Kuratorin am KW Institute for Contemporary Art, Berlin und Stella Rollig, Direktorin des Kunstmuseums Lentos, Linz, wählten die zwölf PreisträgerInnen aus und bestimmten weiters drei Arbeiten, die aus den zur Verfügung gestellten Ankaufsmitteln des Landes Tirol (€ 4.500,-) für die Sammlung des Landes Tirol erworben wurden.

Zum Preisstifter dieses begehrten Wettbewerbs zählt mit der höchsten Dotierung das Land Tirol, gefolgt von der Landeshauptstadt Innsbruck und dem Land Südtirol. Mit abgestuft niedrigeren Summen sind die Bundeshauptstadt Wien und die Länder Steiermark, Niederund Oberösterreich, Vorarlberg, Kärnten und Burgenland vertreten. Dazu kommen zwei Sponsoren aus dem Bankenbereich, die Hypo Tirol Bank AG sowie die Raiffeisen-Landesbank Tirol.

Alle eingereichten Arbeiten wurden am 13. Juli 2009 in einem eintägigen Auswahlverfahren von der Jury begutachtet.

Die Ausschreibungsbedingungen umfassten folgende Kriterien: Zugelassen waren Werke aller grafischen Techniken auf Papier unter Einbeziehung der neuen Medien: Zeichnung, Aquarell, Druckgrafik, Fotokopie, Computergrafik, CD-ROM in Form von Prints. Die eingereichten Werke mussten nach 2003 entstanden sein. Jede/r Teilnehmer/in war berechtigt, bis zu drei ungerahmte Arbeiten bis zu einer maximalen Größe von 1,50 x 1,50 m einzureichen.

Aus dem Protokoll der Jury: „Für die Jury kristallisierte sich schnell heraus, dass aus aktueller Perspektive die überzeugendsten Arbeiten in besonderer Weise das Medium der Grafik reflektieren und dessen Bandbreite experimentell ausloten. Die Wahl fiel auf Blätter in unterschiedlichen Techniken. Sie reichen von (digitaler) Zeichnung, Aquarell, Siebdruck, Inkjetprints oder übermalten Kopien bis hin zu Duftdrucken und abgelösten Plakaten.

Gemeinsam ist den meisten Arbeiten ein konzeptueller Ansatz, der über das zu Sehende weit hinausführt und unvermutet (kunst-)historische, soziologische, politische oder literarische, ja auch taktile, synästhetische Aspekte ins Spiel bringt."

Das Land Tirol sieht sein langjähriges finanzielles wie auch organisatorisches Engagement für den Österreichischen Grafikwettbewerb als unverzichtbaren und wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen österreichischen und Südtiroler Kunstszene und dankt an dieser Stelle nochmals allen anderen Preisstiftern, die zu diesem Wettbewerb beitragen und ihn ermöglichen.

Die ausgewählten prämierten und angekauften Arbeiten bilden eine große Bereicherung für die Sammlung des Landes Tirol, in die sie aufgenommen werden. Die somit seit Jahrzehnten gewachsene Sammlung belegt auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung und Veränderung der grafischen Techniken und Mittel und bildet zugleich auch einen Spiegel für die jeweils aktuellen künstlerischen Konzepte und Ausdrucksformen.

Weitere Stationen der Ausstellung
Alpen-Adria-Galerie Klagenfurt: 4. - 28. Februar 2010
Südtiroler Kulturinstitut Bozen: 10. - 25. März 2010

Katalog
Hg. Galerie im Taxispalais, 2009, ca. 50 Seiten, ca. 20 Farbabb., € 8,-

Informationen
Dr. Jürgen Tabor, Kurator des Wettbewerbs und der Ausstellung
T +43 512 508 3171
juergen.tabor@tirol.gv.at

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