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Gruppenausstellung: Primavera (vorbei)

29 März 2012 bis 30 Juni 2012
  Primavera
Lois Renner, Das Echo, 2010, Photographic Instalation
 
  MAM Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg

MAM Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg
Residenzplatz 1
5020 Salzburg
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)662 - 623 423
www.galerie-mam.com


Das zentrale Werk der Gruppenausstellung ist der Flügelaltar "Das Echo" des Salzburger Künstlers Lois RENNER (*1961), der als Reflex auf den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald entstanden ist.

RENNER, der für präzise komponierte wie ironisch-narrative Bilder von Innenräumen, die meist sein Atelier zeigen, bekannt ist, lässt in seinen neuen Werkserien die Grenze zwischen Malerei und Fotografie zunehmend verschwimmen. Räume und Gegenstände werden vom Maler-Bildhauer-Installationskünstler-Architekten-Fotografen in allen Dimensionen gestaltet, gemalt und überarbeitet um dann im Medium der Fläche, der Fotografie aufgenommen zu werden und schließlich in ein fotografisches Unikat von der Qualität und Dimension eines Tafelbildes zu münden.

Im Flügelaltar "Das Echo" widmet sich RENNER einem Meisterwerk der deutschen Malerei und der christlichen Kunst - den dramatischen Darstellungen des Isenheimer Altars (Anfang 16. Jahrhunderts), der von Tod, Leid, Heilsverkündung und Auferstehung berichtet. Das Mittelalter wurde von zwei "Strafen Gottes" gegeißelt, der Pest und dem Heiligen Feuer (Mutterkorn- Vergiftung). Die Antoniter sind die Mediziner unter den Mönchen und waren mit der Pflege der am "Heiligen Feuer" erkrankten Menschen beauftragt. Um das unheilbare Leid zu lindern hatte ein Antoniter Abt die Idee einen Bildstock bei Matthias Grünewald in Auftrag zu geben, welcher die Sterbenden beim Anblick des leidenden Christus noch einmal aufrichtet, oder zumindest Trost spendet ob der Tatsache dass der Gekreuzigte genau wie sie am Antoniusfeuer leidet ,was die Wundstellen auf der Haut bezeugen.

Der 500 Jahre alte monumentale "Dokumentarfilm" über den Leidensweg Christi, mit den Kapiteln: "Verkündigung", "Hl. Sebastian", "Heiliger Antonius", "Kreuzigung" und "Auferstehung" wird durch Lois RENNER in die Bildsprache der Gegenwart übersetzt ohne dabei das Formenvokabular groß zu verändern. Dies ist Lois RENNER zufolge "ein hoch privater Vorgang zwischen ihm als Künstler und der Kunstgeschichte, mit der Erkenntnis, dass Bilder immer schon zu unserer "Heilung" gelogen haben".

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